Der eigens für die Aktion kreierte Bierdeckel.  Foto: 1.FC Union

Sie sind dicht. Seit Monaten. Und langsam am Ende. Die Kneipen, in denen immer über Union diskutiert wird. In denen gelacht, geflucht und gelebt wird. Gefeiert bei großen Siegen. Getrauert bei Niederlagen. Die Kneipen, die vielen halt ein Wohnzimmer waren. Hart sind die Zeiten... Jetzt will der 1.FC Union mit der Szene Köpenick den notleidenden Wirten unter die Arme greifen. Dazu muss es nicht mal Saufen für Union sein. 

Gemeinsam mit den Union-Profis und dem Verein startet heute die Aktion „Schulter an Schulter“ zur Unterstützung von Union-Fankneipen. Dafür wurden T-Shirts in Rot oder Schwarz (20 Euro) und Bierdeckel (5 Euro) kreiert, die im Union-Zeughaus gekauft werden können. Gestaltet wurden die Motto-Shirts und Bierdeckel, die den Zusammenhalt von Verein, Mannschaft und allen Unionern symbolisieren, von der Szene Köpenick. Vom Verkaufserlös fließen 5 Euro für jedes Shirt und für jeden 10er-Pack Bierdeckel 2,50 Euro in den Fonds zur Unterstützung ausgewählter Union-Kneipen.

Zusätzlich können die Fans aus einer Liste auswählen, welche Kneipen und Bars ihrer Meinung nach besonders unterstützungswürdig sind.  Hiermit wollen die Köpenicker ein Stück soziales Leben erhalten. Damit nach dem Ende der Pandemie nicht die große Leere in der Stadt herrscht. Ein starkes Stück Solidarität. Einst mussten die Fans den Klub retten bei Bluten für Union. Nun wollen Klub und Fans ihre Kneipen retten. 

Das einzige kleine Manko: Die Aktion ist nicht ganz so einfach zu finden. Dazu muss man auf der Homepage der Zeughäuser in das Untermenü Fanartikel und dort auf  „Extras“ gehen. Unter dem Button „Schulter an Schulter“ sind die guten Teile dann zu finden.