Bereit für einen Neuanfang: Dominique Heintz freut sich auf die Herausforderung beim 1. FC Union. imago/Matthias Koch

Nein, groß erkundigt hat er sich nicht bei seinen beiden Vorgängern. Dominique Heintz ist ja quasi so etwas wie ein Nachfolger der Gebrüder Keven und Nico Schlotterbeck, die zuvor als Freiburger Leihgaben jeweils ein Jahr beim 1. FC Union agierten. Erstens spricht er nicht viel über seine Pläne in der Kabine. Und zweitens kennt er Union ja schon ein bisschen. Er habe ja des Öfteren schon in der Alten Försterei gekickt. Sei es mit seinem Jugendverein Kaiserslautern, dem 1. FC Köln oder zuletzt halt mit den Breisgauern. Heintz freut sich jetzt drauf, diese Kulisse – so Corona es endlich wieder zulässt – künftig im Rücken und nicht mehr gegen sich zu haben.

Wichtig war für ihn, dass er nach dem letzten halben Jahr, bei dem er beim SCF für ihn selbst überraschend ziemlich außen vor war und nur zu einem Kurzeinsatz kam, nun wieder durchstarten kann. Und das bei einem „Traditionsverein“, wie er sagte. „Das letzte halbe Jahr war nicht einfach für mich. Da spielten verschiedene Faktoren eine Rolle. Da will ich gar nicht drauf eingehen. Jeder hat gesehen, dass es ein schwieriges halbes Jahr für mich gewesen ist“, so der gebürtige Pfälzer.

Heintz freut sich über Vertrauen

Nun will er wieder durchstarten. Und ist davon überzeugt, dass Union und er gut zusammenpassen. Von der Mentalität her. Der Denke. Oder schlicht der Spielweise. „Es kann ja mal passieren, dass man mal außen vor ist für ein paar Spiele Aber ich habe gezeigt, was ich kann. Daher hat es mich gefreut, mit Union gesprochen zu haben. Es gut, wenn jemand weiter an dich glaubt. Es hat jetzt perfekt gepasst. Der Tapetenwechsel tut mir gut“, meint der bekennende Hundeliebhaber, der ablösefrei gekommen ist.

181 Erstligaspiele hat er schon absolviert. Damit noch ein paar mehr dazu kommen, drückt die Weihnachtsverpflichtung der Eisernen derzeit mächtig auf die Tube. Auch eine Wohnung ist schon gefunden für sich, Ehefrau Laura und Töchterlein Lilly und kann demnächst bezogen werden. Rund 10 Minuten mit dem Auto von der Alte Försterei entfernt. Und so gelegen, dass er mit Mogli, seinem Australian Shepard, gut ein paar Runden drehen kann. Denn der ist stets sein Begleiter. Quasi auch sein „Personal Trainer“, wenn es in der Vorbereitungszeit Kilometer zu machen gilt. „Ich bin dann immer ganz kaputt. Er würde aber gerne viel mehr noch weiter laufen“, verriet Heintz mit einem Lachen.  

Heintz peilt mit Union Klassenerhalt an

Trotz des schweren Halbjahres hegt Heintz, der in seiner Pfälzer Heimat mit seinem Freund, dem Sänger Pietro Lombardi, schon mehrere Benefizspiele für krebskranke und benachteiligte Kinder organisiert hat, keine Revanchegelüste gegenüber den Freiburgern. Es sei nicht sein Ziel, „Freiburg was reinzudrücken“, er habe da ja auch drei schöne Jahre erlebt. Sein Ziel sei einzig der Klassenerhalt mit den Eisernen, womit er den offiziellen Sprachgebrauch schon ganz gut verinnerlicht hat.

Folglich verweist er bei Fragen nach seiner künftigen Rolle zunächst immer auf den Trainer. Und darauf, dass diese Liga sehr, sehr eng sei. Europacupambitionen? „Klassenerhalt“, ist das Maß aller Dinge. Dieser sehr bodenständige Kicker, dessen einzige Extravaganz vielleicht sein Instagram-Account für Mogli ist, klingt wie maßgeschneidert für seinen Coach Urs Fischer. 

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