Christopher Trimmel konnte sein Union-Trikot im neuen Adidas-Store bereits einen Tag vor der Eröffnung hängen sehen Adidas

Leipzig vor der Brust, die Derbys im Kopf und die Zukunft im Sinn – vor dem Hit gegen RB an diesem Freitag (20.30 Uhr/DAZN) nahm sich Christopher Trimmel Zeit für ein Gespräch mit dem KURIER. Lesen Sie mal, was Unions Kapitän zu sagen hat. Christopher Trimmel über …

… den Konkurrenzkampf mit Hertha: Man spürt, dass es der Stadt guttut, dass es zwei Bundesligavereine gibt. So ein Derby spornt an und jeder möchte einfach besser sein als der andere. Das pusht einen. Jetzt haben wir das erste Derby gewonnen, aber wir wissen alle, dass es noch das Rückspiel gibt. Und den Pokal …

… die Neuauflage im Cup im Januar: Obwohl wir in der Conference League dort unsere Heimspiele haben, ist es etwas anderes, im Olympiastadion zu spielen. Das ist halt ein Auswärtsspiel. Wir leben von unserer Heimstärke, von unserer Alten Försterei – diese Stimmung bekommst du nirgendwo anders hin.

… die zurückliegenden Wochen: Das hat schon für mich, aber auch für Union eine Riesenbedeutung. Der Mega-Torjäger bin ich ja nicht. Aber in diesen zwei Wochen habe ich in der Conference League ein Tor gemacht, für Österreich mein erstes Tor erzielt und auch im Derby getroffen. Das bedeutet mir viel, zumal ich weiß, dass ich mit meinem Tor auch eine Sicherheit in das Derby gebracht habe.

Union-Fans sorgen für extra Kick

... die Wahrnehmung von Union seit dem Aufstieg: Seit wir in der Bundesliga sind, merkt man schon, dass Union wächst. Es ist schon schön, wenn man mal irgendwie in der Stadt unterwegs ist und man sieht Leute mit einem Union-Schal. Das ist immer ein Zeichen, dass wir gute Arbeit geliefert haben.

City-Press
Nicht zu bremsen: Union-Kapitän Christopher Trimmel traf im Derby gegen Hertha zum 2:0. 

… die Verbindung mit den Fans: Wenn man sieht, wie schnell sich neue Spieler bei uns integrieren, sich wohlfühlen und von den eigenen Fans respektiert werden, das ist ein Riesending bei uns. Damit kitzelt man aus den Spielern noch ein bisschen mehr heraus, weil sie wissen, dass diese Fans positiv verrückt sind.

… die Risiken eines Wandels: Die Gefahr gibt es immer, aber bei Union sind zu viele Menschen, die schon so lange im Verein sind und die Werte an jeden Neuen so sehr vermitteln, dass das fast unmöglich ist. Da bin ich guter Dinge, dass sich das niemals ändern wird.

Union wundert sich über Union

… seine Aufgaben als Kapitän: Teamgeist muss man jede Saison neu entwickeln, weil wir vor jeder Saison einen Umbruch haben. Eine gute Stimmung in einer Kabine hinzubekommen, ist die Schwierigkeit und eigentlich fast die größte. Elf spielen, neun sitzen auf der Bank und zehn sind nicht im Kader. Die Jungs bei Laune zu halten, das ist eine riesige Herausforderung. Aber die letzten Jahre waren es immer diese zehn Spieler, die uns als Erste gratuliert oder aufgebaut haben.

… die derzeitige Lage: Wir denken auch manchmal, dass das Wahnsinn ist, was wir jetzt schon auf dem Konto haben. Wir gehen einfach in die Saison rein und wissen, dass es hart wird. Das Ziel bleibt der Klassenerhalt, denn es gibt so viele Beispiele, wo es im ersten internationalen Jahr in der Bundesliga ganz schwierig wird. Es läuft einfach ideal. Zufrieden werden wir nie sein, aber wir sind nicht so arrogant, dass wir sagen, wir sind unzufrieden.

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