Hat in Karlsruhe alles rausgehauen, was ging: Unions Kapitän Christopher Trimmel.  Foto: Imago Images/Eibner

Am Ende überwog ein wenig die Erleichterung bei den Eisernen. Weitergekommen, wenn auch erst nach Verlängerung. Das harte Los Elfmeterschießen vermieden. Alles gut. „Es fühlt sich alles sehr gut an. Das war ein echter Pokalfight. Und wir wussten, dass das Spiel so aussehen kann. Man wünscht sich das natürlich nicht, aber so ist der Pokal. Das war nie anders. Von daher sind wir überglücklich“, meinte Unions Kapitän Christopher Trimmel nach dem Abpfiff des 1:0 in Karlsruhe, durch das die Köpenicker zum fünften Mal in Folge in die zweite Runde des DFB-Pokals einzogen.

Auf den künftigen Gegner müssen die Eisernen aber noch eine Weile warten. Da das Aufeinandertreffen zwischen dem 1. FC Düren und Titelverteidiger FC Bayern erst am 15. Oktober über die Bühne geht, folgt die Ziehung der Zweitrundepartien erst drei Tage später im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund.

Ein Stadtderby kann es ja nicht mehr geben. Also hoffen die Köpenicker zur Abwechslung mal auf ein Heimspiel, nachdem sie jetzt 13 Gastspiele in Folge im Cup absolvieren mussten. Würde kurz vor Weihnachten - Runde zwei wird am 22. und 23. Dezember ausgespielt - Reisestress vermeiden und die Winterpause ist ja ganz kurz. Schon am 2. Januar geht es in der Bundesliga weiter.

Was Runde zwei wert ist, steht übrigens noch nicht fest. Auch die erste Hauptrunde ist nicht so lukrativ wie im Vorjahr. Statt zuvor 175.500 Euro gibt es in dieser Spielzeit nur noch 137.000 Euro als Prämie.

Dass die Partie im Badischen kein Feinschmecker war aus eiserner Sicht, störte den Capitano der Köpenicker wenig. „Wir wollten in erster Linie gut stehen. Das ist uns ganz gut gelungen, wir haben wenig zugelassen.  Es ist halt nicht so einfach im Pokal. Wenn man glaubt, dass man Fußball spielen muss, öffnen sich für den Gegner immer Räume. Und der KSC ist im Konterspiel sehr, sehr gut.  Da kann man auch mal Ballbesitz beim Gegner akzeptieren“, so sein Fazit. Spielerisch sei nach Luft nach oben, das gab Trimbo zu. Aber, auch das muss hier einmal gesagt werden, man kann von einem ersten Spiel nach einer Pause ja auch nicht gleich alles erwarten.