Christopher Trimmel ackert beim DFB-Pokalspiel gegen St. Pauli gegen seinen alten Ex-Kollegen Marcel Hartel. City-Press/Matthias Renner

Wer den 1. FC Union im Sommer alles verlassen wird, steht in den Sternen. Taiwo Awoniyi und Sheraldo Becker gelten als mögliche Verkaufsobjekte. Timo Baumgartls Leihe endet. Grischa Prömel zieht es nach Hoffenheim. Und für manchen anderen Kicker wie Suleiman Abdullahi haben die Köpenicker keine echte Verwendung mehr. Dazu laufen ja auch noch die Verträge von Robin Knoche und Andreas Luthe aus. Doch es gibt auch gute Nachrichten. Jüngst verkündete Niko Gießelmann, dass sich sein Vertrag bei Union um ein weiteres Jahr verlängert hat. Und wichtiger noch: Wie der KURIER erfuhr, bleibt auch Christopher Trimmel den Eisernen erhalten.

Natürlich hat Union das nicht verkündet. Über Vertragslaufzeiten schweigen sich die Eisernen ja aus. Im Mai des Vorjahres wurde der Öffentlichkeit lediglich mitgeteilt, dass der Capitano weiter Dienst im Dress der Eisernen verrichten wird. Angesichts seiner damals 34 Lenze wurde aber davon ausgegangen, dass der Österreicher nur einen Einjahresvertrag bekommen hatte. Möglicherweise mit Option.

Trimmel liebt leistungsbezogene Verträge

Solche Art leistungsbezogene Verträge waren für den Burgenländer nie ein Problem. Trimmel: „Die hatte ich eigentlich meine ganze Karriere immer so. Zum einen kann sich der Spieler was erspielen, andererseits ist es auch für den Verein keine schlechte Idee, weil der auch besser reagieren kann, falls ich mich mal verletze oder keine Leistung bringe.“

Nun ist Trimmel schon wieder ein Jährchen älter und von seiner beeindruckenden Vorjahresbilanz – 10 Vorlagen und ein Treffer in 33 Bundesligaspielen – ein Stück weit entfernt. Ganze zwei Tore und zwei Vorlagen sind da in 28 Pflichtspielen für die Spielzeit 21/22 notiert. Dennoch erfuhr der KURIER aus sicherer Quelle, dass Trimbo auch in der kommenden Spielzeit bei den Eisernen unter Vertrag steht.

Trimmel hofft noch auf die WM

Womöglich wird es aber nun wirklich das letzte Jahr in Köpenick. Trimmel, der 2014 nach Köpenick kam, hat jetzt nur noch den großen Traum, mit seinen Österreichern bei der WM in Katar mitmischen zu können. Zwei Siege sind dafür notwendig. Zunächst ein Erfolg in Wales. Und dann gilt es für das Team von Franco Foda, den Sieger zwischen der Ukraine und Schottland zu bezwingen. Keine unlösbare Aufgabe.

Dennoch deutet vieles auf die letzte eiserne Saison für den Tattoo-Künstler und Motorradfan hin. Trimmels Wachablösung beim 1. FC Union hat ja schon begonnen. Julian Ryerson kommt in dieser Spielzeit schon auf 27 Pflichtspieleinsätze, stand dabei zehnmal in der Startelf.

Ryerson oder Trimmel: Wer verteidigt Max Kruse?

Nummer elf könnte am Sonnabend gegen Wolfsburg (15.30 Uhr/Sky) folgen. Auf seiner rechten Seite stürmt ja ein gewisser Max Kruse, der nicht für Spitzengeschwindigkeiten bekannt ist. Das ist eher Ryersons Revier, da hat er Vorzüge gegenüber Trimmel.

Trainer Urs Fischer sieht das naturgemäß anders. Der Schweizer: „Die Geschwindigkeit von Trimmel ist ausreichend, um das alles anzunehmen. Aber bei der Rotation besteht die Möglichkeit, dass Julian Minuten bekommt.“

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