Und hoch das Bein, das Ding muss rein: Unions Andreas Voglsammer erzielt artistisch das 1:0 gegen Hertha BSC beim 3:2-Sieg der Eisernen im Pokal-Achtelfinale. imago/Matthias Koch

Am Ende des Tages gab es für die Eisernen doch noch was zu feiern. Zwar nicht die Punkte aus Bielefeld. Das ging beim 0:1 bekanntlich in die Hose. Aber Andreas Voglsammer gewann die Wahl zum Torschützen des Monats Januar in der ARD-„Sportschau“.

Es ging um seinen Treffer beim 3:2-Sieg der Eisernen im Pokalderby gegen Hertha BSC, wo der 30-Jährige eine etwas zu weit geratene Flanke von einem Spieler, der bei Union nicht mehr gerne erwähnt wird, artistisch und schräg in der Luft liegend über Alexander Schwolow hinweg ins lange Eck beförderte. Der Anfang vom Ende im Achtelfinale für die Jungs aus Westend.

Voglsammer vor Babelsbergs Tino Schmidt

Bei der ARD-„Sportschau“ gab es keine zwei Meinungen, wer zum Auftakt des Jahres die Plakette bekommen sollte. Der gebürtige Rosenheimer gewann die Wahl mit 27,4 Prozent und damit deutlichem Vorsprung vor Babelsbergs Tino Schmidt (22,3 Prozent) und Felix Platte vom SC Paderborn mit 18,8 Prozent.

Voglsammer ist damit der vierte Eiserne, dem diese Ehre zuteil wurde – aber der erste, dem das Kunststück in der Bundesliga gelang.  Der Premieren-Kicker der Eisernen war der Brasilianer Silvio im September 2011. Die Plakette schnitt er später spaßeshalber in einem Video in drei Teile, um seine beiden Vorlagengeber Patrick Kohlmann und Torsten Mattuschka auch zu ehren.

Sebastian Polters Fallrückzieher gegen Holstein Kiel im September 2018 war auch unter den Gewinnern. Die Medaille überreichte im VIP-Zelt der Eisernen sein eigens aus London angereister Kumpel Toni Leistner, damals in Diensten der Queen Parks Rangers. Sie alle aber stellte der heutige St.-Pauli-Profi Marcel Hartel in den Schatten, denn sein Treffer gegen den 1. FC Köln im Januar 2019 wurde anschließend sogar das Tor des Jahres.

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