Unions Stammtorhüter Andreas Luthe genießt nicht nur nach gelungenen Paraden die Fan-Rufe bei den Eisernen. imago/Sven Simon

Es hatte sich nicht abgezeichnet, als Andreas Luthe im Sommer 2020 aus Augsburg zum 1. FC Union kam. Immerhin kam er für Rafal Gikiewicz, quasi im Tausch für einen Publikumsliebling. Doch der aus Velbert stammende Torsteher hat mit seiner ruhigen und zurückhaltenden, doch dabei bei immer offenen und freundlichen Art schnell die Herzen der Eisernen erobert.

Die Luthe-Sprechchöre haben Hochkonjunktur in der Alten Försterei. Etwas, was den 34-Jährigen sehr erfreut. Wertschätzung dieser Art ist ja nicht Alltag. „Die Sprechchöre sind das i-Tüpfelchen und nicht selbstverständlich. Ich freue mich darüber. Es ist ein Kompliment der Zuschauer“, erklärte Luthe im Gespräch mit dem Kicker.

Luthe will endlich gegen VfL gewinnen

Nach der Länderspielpause, in der der Schlussmann der Köpenicker  komplett runterfuhr und nicht mal die Ergebnisse seiner Kollegen bei ihren Nationalmannschaften wirklich groß verfolgt hatte, ist Luthe schon wieder vollkommen fokussiert auf das kommende Wochenende.

Denn da gastiert am Sonnabend (15.30 Uhr) mit dem VfL Wolfsburg ein absolutes Spitzenteam an der Alten Försterei. Gegen die Niedersachsen konnte Union seit dem Aufstieg noch nicht gewinnen. Wenn man die Kicks gegen die Aufsteiger außen vor lässt, sind die Wölfe neben den Bayern das einzige Team, bei dem die Fischer-Elf das in Deutschlands Eliteklasse (noch) nicht bewerkstelligen konnte. Auch beim ersten Aufeinandertreffen in der Relegation zur Zweiten Liga zog Union 1992 zweifach den Kürzeren!

Auch Luthe hat in mittlerweile fünf Duellen gegen die Volkswagen-Elf noch nie über einen Dreier jubeln können. Egal ob mit Bochum, Augsburg oder den Eisernen. Es wäre also Zeit für eine Premiere.

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