Unions Keeper Andreas Luthe  hat einen großen Anteil daran, dass die Eisernen derzeit sogar von Europa träumen dürfen.  imago/Camera 4/Tilo Wiedensohler

Es war die spannendste Frage: Was passieret nach dem geschafften Klassenerhalt? Im Vorjahr hatten die Eisernen im Spiel danach einen Spannungsabfall und gingen in Hoffenheim 0:4 unter. Davon ist diesmal nichts zu spüren. Fleißig hamstern die Eisernen Punkt um Punkt, kämpfen mit 46 Zählern um ihre Europa-Chance.

Wie sehr der Ehrgeiz brennt, war nach dem jüngsten Heimspiel zu beobachten. „Das war brutal wichtig,“ jubelte beispielsweise Unions Schlussmann Andreas Luthe nach dem 3:1 gegen Bremen. Luthe weiter: „Es fühlt sich einfach nur gut an, dass wir die Herausforderung annehmen und weiter Gas geben. Zumal wir unser eigentliches Ziel ja schon erreicht haben.“

Trifft auf den aus Velbert stammenden Keeper übrigens auch zu. Endlich eine echte Nummer 1 in Deutschlands Eliteliga zu sein. Was er Woche für Woche rechtfertigt. Luthe bleibt dabei so cool im Tor und ruhig, dass Chuck Noris vor Neid erblassen müssten. Nicht umsonst heißt es  ja, Andreas Luthe frisst keine Gegentore, er legt fest, wann er sie dem Gegner gestattet. 

Luthe verdoppelt seine Bundesligaspiele

Hätte der 34-Jährige im Vorjahresfrühling sicherlich auch im Traum nicht gedacht, dass er die Zahl seiner Bundesligaspielen in seinem „hohen Alter“ noch verdoppeln würde. Zumal er in Loris Karius ja starke Konkurrenz bekam. 32 Kicks standen da seit der Spielzeit 2009/10 für ihn zu Buche. In Köpenick sind weitere 28 dazugekommen, Und drei stehen ja noch aus. Drei nicht ganz unwichtige zudem. 

„Woche für Woche dran zu bleiben, das machen die Jungs sensationell. Und falls es nicht klappt, es ist trotzdem eine positive Saison. Die 40 Punkte voll gemacht zu haben und das auch noch in München, das ist für uns wie die Meisterschaft“, so Luthes Urteil über den bisherigen Saisonverlauf. Zumal dieser Zähler ja schon vor fast drei Wochen eingetütet worden ist.

Jetzt darf es natürlich gerne noch ein bisschen mehr sein. „Natürlich wäre es die Krönung, wenn wir uns jetzt für das internationale Geschäft qualifizieren“, so Luthe. Um im Bild zu bleiben, das wäre dann so etwas wie Unions persönlicher Champions-League-Triumph.