Der bittere Moment: Im Spiel gegen Eintracht Frankfurt riss sich Akaki Gogia das Kreuzband und musste von Unions medizinischem Personal gestützt und in die Kabine gebracht werden. Foto: imago images/Matthias Koch

„Neuzugang?" Akaki Gogia, beim 1.FC Union nur Andy gerufen, versteht den Sinn der Frage nicht. „Ich bin doch schon drei Jahre hier. Ich kenne doch alle“, meinte der 28-jährige Offensivspieler der Eisernen. 

Rein faktisch gesehen hat er recht. Und doch fühlt sich die Rückkehr des Feintechnikers so an, als ober er erstmals zum Bundesligakader der Köpenicker gehört. In der Vorsaison spielte er zunächst keine Rolle. Dann bekam er zwei Teilzeiteinsätze. Und als er endlich von Beginn ran durfte, riss er sich im September gegen Eintracht Frankfurt das Kreuzband und fiel für den Rest der Spielzeit aus. 

Ein Unglück, dass hervorgerufen wurde durch den Kunstrasenstreifen neben dem eigentlichen Geläuf. Gogia blieb nach einer Aktion an der Seitenlinie hängen und  verdrehte sich das Gelenk. „Ich weiß nicht, ob das auf Rasen anders gewesen wäre. Ich denke schon. Kunstrasen ist ja eher stumpf. Und wir hatten alle Stollen an“, meinte der 1,78 m große Rechtsaußen. 

Gogias Knie hält wieder

„Vielleicht sollte ich künftig mehr in der Mitte spielen, da kann das nicht passieren“, war ihm nach den langen Monaten der Reha, die er zu großen Teilen bei seinen Eltern in Augsburg zugebracht hatte, schon wieder zum Scherzen zu Mute. Ein Zeit, die im übrigen auch von Rückschlägen geprägt war. „Vielleicht habe ich manchmal ein bisschen zu viel gemacht. Da hat der Körper sich seien Ruhezeit genommen“, erinnerte er sich an die quälenden Wochen fern der Kollegen zurück. 

Nun also der erneute Anlauf in der Bundesliga. Der dritte sozusagen, nachdem er in der Spielzeit 11/12 schon  zwölf Mal für den FC Augsburg im Oberhaus des Fußballs agieren durfte. Immerhin, das Knie hält. Und er will sich auch keine Gedanken darüber machen, ob er in künftigen Zweikämpfen anders zur Sache geht. „Ich fühle mich gut und bin bereit“, meinte Gogia. Auch ohne sich als Neuzugang zu fühlen.