Eben noch Gegner, künftig Kollegen: Freiburgs Dominique Heintz (r.) im Zweikampf mit Unions Sheraldo Becker. imago/Jan Huebner

Tom Persich trug sie als Stammkraft. Lennard Maloney, der in Dortmund in dieser Spielzeit sogar mal für zwei Minuten Bundesligaluft schnuppern durfte, auch. Jetzt hat der 1. FC Union wieder eine Nummer 33 für die Abwehr verpflichtet: Vom SC Freiburg kommt Innenverteidiger Dominique Heintz zu den Eisernen. Nach den beiden Leihen von Keven Schlotterbeck (2019/20) und seinem jüngeren Bruder Nico (2020/21) schon das dritte Mal in Folge, dass die Köpenicker bei den Badenern fündig wurden.

Bei den Breisgauern kam der 28-Jährige, der 2011 beim späteren Bundesliga-Absteiger Kaiserslautern debütierte und dann zunächst in Köln durchstartete, in dieser Saison nicht mehr zu Zug. Ganze 28 Minuten Spielzeit erhielt er am ersten Spieltag.

Heintz in Freiburg auf dem Abstellgleis

Der aus Neustadt an der Weinstraße stammenden Linksfuß war bei Christian Streich hinter Nico Schlotterbeck, dessen Bruder Keven, Philipp Lienhart und Manuel Gulde nur die Nummer fünf bei den zentralen Abwehrkräften. 

Zu wenig natürlich für seinen Geschmack. Nach 181 Erstliga-Kicks für Freiburg, Köln und Lautern will man nicht einfach so ins zweite Glied abgeschoben werden. Nun der Neustart in Köpenick. „Dominique ist ein ausgesprochen erfahrener Spieler, der seine Qualität bereits in der Bundesliga gezeigt hat. Mit seinen Fähigkeiten wird er uns mehr Variationsmöglichkeiten bringen“, sagte Unions Manager Oliver Ruhnert.

Weil Heintz kommt, kann van Drongelen gehen

In Köpenick trifft Heintz, der im Januar dieses Jahres erstmals Vater wurde, aber auch auf starke Konkurrenz. Die Eisernen haben derzeit mit Marvin Friedrich, Robin Knoche, Paul Jaeckel, Timo Baumgartl und Rick van Drongelen fünf Innenverteidiger unter Vertrag. Ein bisschen muss der Heintz-Transfer daher auch als Vorgriff auf den Sommer angesehen werden. Da laufen die Verträge von Friedrich und Knoche aus, Baumgartls Leihe von der PSV Eindhoven endet.

Dass der 1,88 m große Pfälzer jetzt in Köpenick aufschlägt, dazu auch noch ablösefrei, ist auch ein Indiz dafür, dass van Drongelens Abschied naht. Ein Leihgeschäft wäre für beide Seiten sinnvoll.

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