Die Dauerkarte für die zweite Bundesligasaison der Eisernen - heiß begehrt, aber pandemiebedingt wenig genutzt.  Foto: Privat

Angekündigt und Wort gehalten: Der 1.FC Union entschädigt seine Dauerkartenbesitzer. Und zwar schon jetzt und nicht erst am Saisonende. 

Als im Sommer die Ticket-Abonnements zu erwerben waren, wusste keiner, ob er wegen des verfluchten Virus überhaupt ein Spiel sehen würde in Köpenick. Tatsächlich fanden auch nur drei Spiele vor Publikum statt. Und selbst die nur mit einer Teilzulassung von rund 4500 Besuchern. Schon Anfang November beim 5:0 gegen Bielefeld gab es coronabedingt nur Geisterspiele in der Alten Försterei. 

Jeder, der sich vor Saisonbeginn seinen Dauerzugang zum Ballhaus des Ostens kaufen wollte, wusste um das Risiko. Und trotz der sehr großen Wahrscheinlichkeit, dass man das Geld in den Wind schießen würde, waren die Eisern-Fans nicht zu halten. Über 10.000 von ihnen wollten ihre Dauerkarte erwerben. Das waren über 90 Prozent alle vorherigen Dauerkartenkäufer! Ein starkes Zeichen der Verbundenheit zwischen Anhang und Klub. 

Union setzte in der Ankündigung noch einen drauf und versprach, dass alle Inhaber des Saisontickets am Ende der Spielzeit entschädigt werden würden für verpasste Kicks ihrer Fußballgötter. Die nicht abgenutzte Summe würde am Ende der Saison in einen Gutschein für die eisernen Zeughäuser umgewandelt werden. 

Jetzt halten die Eisernen sogar vorzeitig Wort, schickten allen Inhabern des Serientickts einen Wertbon für die abgelaufenen Hinrundenspiele, der in den kommenden drei Jahren in den Fanshops genutzt werden kann. 

Viele Fans sind jetzt schon dabei, die zurückerstattete Kohle nicht nur in den Zeughäusern auszugeben - was ja auch Unions Umsatz mehrt -, sondern zu spenden. Und sei es durch den virtuellen Kauf von Bier und Bratwurst.