Beim 2:0 gegen Freiburg kam Anthony Ujah noch für Sebastian Andersson ins Spiel. Gut möglich, dass bei in Leverkusen zusammen stürmen. Foto: Hundt

Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte Leverkusens Trainer Peter Bosz wenig Spaß. Das wohlgemerkt, obwohl sein Team gerade mit 3:2 beim 1. FC Union gewonnen hatte. Der Niederländer weiß also, was am Mittwoch ab 18.30 Uhr im Pokal auf ihn zukommt. Und Urs Fischer, sein Schweizer Kollege in eisernen Diensten, will sich erneut als Spaßbremse erweisen.

„Natürlich ist es unser Ziel, uns für die nächste Runde zu qualifizieren“, meinte der 54-Jährige, der im Rheinland personell aus dem Vollen schöpfen kann und davon Gebrauch machen wird. Damit Bosz seine Truppe nicht zu genau ausrechnen kann, erwägt Urs Fischer trotz der derzeitigen Eingespieltheit seiner A-Elf eine Rochade. „Es gibt eine ganz große Wahrscheinlichkeit, dass wir den einen oder anderen frischen Spieler sehen“, sagte der Schweizer.

Erster Kandidat dafür wäre Grischa Prömel, der nach überstandenen Patellasehnenproblemen in den letzten fünf Ligapartien immer als Einwechsler zum Zug kam und dabei insgesamt 92 Minuten Spielpraxis sammeln konnte. Der 25-Jährige könnte für Routinier Christian Gentner ins Team rücken, den er in diesen fünf Kicks und übrigens auch beim 1:0-Pokal-Erfolg in Verl ersetzt hatte.

Mit Doppelspitze zum Pokal-Erfolg

Denkbar wäre zudem das Umswitchen auf eine Doppelspitze. Das wäre dann eine Bewährungschance für Anthony Ujah, der zuletzt Ende Januar beim 2:0 gegen Augsburg mit dem Schweden Sebastian Andersson von Beginn die Abteilung Attacke gebildet hatte. Was dann eine Abkehr vom zuletzt  stets praktizierten 4-3-3 bedeuten würde. Für die Position im zentralen Mittelfeld hinter den Spitzen böte sich dann Marcus Ingvartsen als Alternative zu Yunus Malli an.

Doch egal, wen Fischer ins Rennen schickt, eins stimmt trotzdem: „Wir hatten Leverkusen am Rande der Niederlage hier zu Hause. Aber wir werden eine Topleistung abrufen müssen, um weiterzukommen.“