Blick auf die Ballsporthalle Hämmerlingstraße mit den beiden Kunstrasenplätzen davor und dem bisherigen Trainingsgelände der Eisernen. imago/Matthias Koch

Was hatten sie sich nicht im Westend der Stadt gefreut. Endlich wieder die Nummer 1 in der Stadt. Also nicht tabellarisch. Aber was die Anzahl der Mitglieder betraf. So wurde Ende vergangenen Monats bei Hertha BSC das 40.000 Mitglied bejubelt. Doch seit Donnerstag reicht das wieder nur zum Vize-Platz. Der 1. FC Union vermeldete im Rahmen der Mitgliederversammlung 40.531 Mitglieder.

„Um die müssen wir nicht mal groß werben, die kommen freiwillig zu uns, weil sie das, wofür wir stehen, mögen“, so Unions Präsident Dirk Zingler mit einem süffisant vorgetragenen kleinen Seitenhieb nach Charlottenburg. 

Nicht das Einzige, was die Rot-Weißen dem Stadtrivalen derzeit voraushaben. Auch in punkto Bautätigkeit werden in Köpenick Fakten geschaffen, während die Blau-Weißen entsetzt auf den Koalitionsvertrag des neuen Senats gucken, der ihr Stadion-Neubauprojekt mit keiner Silbe erwähnt.

Union will 100 Millionen Euro investieren

Die Eisernen hingegen kündigten an, dass sie bis 2025 insgesamt 100 Millionen Euro in ihre Projekte zu investieren gedenken. Ins Nachwuchsleistungszentrum, ihre beiden Immobilien (Hämmerlingstraße/Lindenstraße) und eben den Ausbau der Alten Försterei, für die man bis zum Sommer 2022 Baurecht erwartet. 

Doch bevor beim Stadion die Bagger rollen werden, muss Union erst einmal das neue Trainingszentrum schaffen. Denn der Bau der neuen Gegengeraden geht nur, wenn man von den bisherigen Übungsplätzen sozusagen einen Streifen abschneidet, wodurch die beiden bisherigen Plätze 4 und 5 nicht mehr die benötigten Ausmaße hätten. 

Dafür werden die beiden Kunstrasenplätze dahinter – also vor der Hämmerlingsport-Halle – vom Bezirk erworben, um dort neue Rasenplätze mit entsprechender Rasenheizung zu errichten. Im Gegenzug muss Union in Treptow-Köpenick zwei Sportstätten sanieren und auf Stand bringen.  

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