Genki Haraguchi erzielt per Kopfball das Tor zum 1:0 /für den 1. FC Union gegen MSK Zilina.
Genki Haraguchi erzielt per Kopfball das Tor zum 1:0 /für den 1. FC Union gegen MSK Zilina. Imago/Oliver Behrendt

Geht also nicht nur unter der Sonne Spaniens, sondern auch im Dauernieselregen in Köpenick. Sechstes Spiel, sechster Sieg. Der 1. FC Union beendet seine Vorbereitung mit dem nächsten Erfolg. Gegen den slowakischen Erstligasechsten MSK Zilina gab es vor 3618 Besuchern ein 3:1 (2:1) für die Eisernen.

Es fehlten einige bekannte Gesichter. Andras Schäfer (Trainingsrückstand) und Morten Thorsby (Magen-OP) befinden sich noch im Aufbautraining. Paul Seguin musste ebenso passen wie die erkrankten Sheraldo Becker, Sven Michel und Rani Khedira.

Auch Neuzugang Jerome Roussillon kam nicht zum Zug. In Trainingslager des VfL Wolfsburg in Portugal hatte der Franzose mit Knieproblemen zu kämpfen gehabt, nur individuelle Einheiten absolvieren können. Ihn jetzt reinzuwerfen, hieße, leichtfertig einen Rückschlag zu riskieren. Dafür konnten aber Janik Haberer und Jordan Siebatcheu mitwirken. Letzterer war ja mit einer leichten Blessur aus Spanien zurückgekommen. 

Der 1. FC Union beklagt einige Erkältungsausfälle

So richtig Generalprobe war das also nicht. Wenn man mal von dem Fakt absieht, dass Diego Leite auf die Bank musste, weil er beim Start kommendes Wochenende gesperrt ist, weil er seine Rotsperre aus dem Freiburg-Spiel abbrummen muss.  Gut, auch die Dreierabwehrkette deutete auf Einspielen für den Ernstfall hin. 

Wie in den Test zuvor waren die Eisernen von Beginn an darauf aus, durch frühes Pressen die Bälle zu erobern und Druck auf Zilina aufzubauen. Die Gäste hatten ordentlich zu tun und kamen eigentlich nur mit Kontern vors Union-Gehäuse oder bei Stockfehlern der Köpenicker im Aufbauspiel. Nach 21 Minuten konnte die 3618 Zuschauer in der Alten Försterei erstmals jubeln. Genki Haraguchi (21.) veredelte die schöne Hereingabe von Julian Ryerson per Kopf zum 1:0. 

Hatte nicht lange Bestand. Timotej Jambor konnte per Strafstoß ausgleichen (27.), nachdem Torwart Frederik Rönnow zuvor Adrian Kapralik von den Beinen geholt hatte.  Wenig später machte der Däne seinen Fehler wieder wett, verhinderte mit einem tollen Reflex sogar einen drohenden Rückstand.

Doekhi markiert den Siegtreffer für den 1. FC Union

Union schüttelte sich, machte unverdrossen weiter und konnte sich belohnen. Kurz vor der dem Halbzeitpfiff brachte Danilho Doekhi die Eisernen nach einem Eckstoß dann wieder in Front (43.), als er im Gewühl einen Ball ins Tor stocherte.

Nach der Pause bestimmte der 1. FC Union weiter das Geschehen, konnte aber bis auf das 3:1 (80.) durch Kevin Behrens keine weiteren Ausrufezeichen in Form von Toren mehr setzen. Trainer Urs Fischer hatte sich insgesamt mehr erwartet von seiner Truppe. „Gerade in der ersten Hälfte waren wir nicht konsequent genug. Da haben wir viel zu viel zugelassen, das war nicht gut“, bemängelte Fischer fehlende Präzision auch im Aufbauspiel.

Sechs Spiele, sechs Siege, 17:5 Tore - auf dem Papier sieht das makellos aus. Und doch wartet noch jede Menge Feinarbeit auf die Eisernen, ehe es kommenden Sonnabend gegen die TSG Hoffenheim wieder losgeht (15.30 Uhr/Sky). „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber wo wir wirklich stehen, das sehen wir kommende Woche“, so Fischer.

So spielte der 1. FC Union: Rönnow - Doekhi, Knoche (76. Leite), Baumgartl (46. Jaeckel) - Trimmel, Kemlein (68. Möhwald),  Ryerson (46. Gießelmann) - Haraguchi (68. Pantovic), Haberer - Skarke (68. Öztunali), Siebatcheu (61. Behrens)

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