Beide Mannschaften vor dem Spiel Ende Mai. Foto: imago images/Ed Gar

Kurz vor dem 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung gibt es im Fan-Lager der beiden Berliner Fußball-Bundesligisten noch immer eine (fast) strikte Teilung in Ost und West. Das belegen laut einer Aufstellung der Zeitung Neues Deutschland die detaillierten Mitgliederstatistiken des 1. FC Union und von Hertha BSC mit Stand September 2020.

Demnach kommen 75 Prozent der 25.350 in Berlin lebenden Mitglieder von Hertha BSC aus dem Westteil der Stadt. Noch deutlicher ist das Verhältnis beim Köpenicker Club: 24.165 Mitglieder hat der 1. FC Union Berlin in der Hauptstadt – 90 Prozent leben im Osten.

Beide Clubs sind aus ihrer Geschichte regional fest verwurzelt haben auch die meisten Fans in den Stadtbezirken, die dem ehemaligen Westen oder Osten zugeordnet sind. Hertha kann im ersten Einzugsgebiet von Union in Treptow-Köpenick 1104 Mitgliedern (Union 9043) aufweisen. Union kommt in den „Hertha-Hochburgen“ Steglitz-Zehlendorf (3542) und Charlottenburg-Wilmersdorf (3073) auf 415 und 286 Mitglieder.

Hertha gewinnt in Mitte mit 1849 Mitgliedern gegen Union mit 809. Allerdings sind in Mitte inzwischen die zuvor eigenständigen Bezirke Wedding, Tiergarten (West) und Mitte (Ost) zusammengelegt worden.