Schaut nach vorne: Unions Trainer Urs Fischer. Foto: Andreas Gora

Urs Fischer entschuldigt sich, er möchte nach dem Training im prallen Sonnenschein noch kurz duschen, ehe er sich zum ersten Mal in der nun vorzubereitenden Bundesliga-Saison 2020/21 den Fragen der Medienvertreter stellt. Nach der Erfrischung nimmt sich der Schweizer dann aber viel Zeit, um über all die Themen zu sprechen, die die Eisernen derzeit beschäftigen. 

Der dünne Kader zum Trainingsauftakt: „Wir haben derzeit viele angeschlagene Kicker, die noch in der Reha sind. Das betrifft Anthony Ujah, Moritz Nicolas, Julian Ryerson und Marcus Ingvartsen. Sebastian Andersson ist krank, der fehlt uns auch noch. Doch alle werden hoffentlich bald wieder zurückkehren. Und 22 Spieler ist eigentlich eine schöne Zahl.“

Die Fitness seiner Spieler: „Alle haben sehr gut gearbeitet. Die Resultate der Fitnesstests haben gezeigt, dass sich alle an ihr Programm in der freien Zeit gehalten haben. Ich bin sehr zufrieden.“

Die ungewöhnliche Transferperiode mit bislang nur drei Neuzugängen: „Ich würde den Transfermarkt nicht als schwierig beschreiben. Er ist eben in diesem Jahr anders. Auch im Fußball ist das eine oder andere neu, eine Transferperiode bis 5. Oktober gab es noch nie. Da ist jetzt Flexibilität gefragt, ich sehe das aber nicht als Problem.“

Neuzugang Keita Endo aus Japan: „Ich denke, dass er Zeit benötigen wird. Es ist eine völlig neue Kultur für ihn. Aber ich habe schon einiges von ihm gesehen, er ist jemand, der mit seiner Dynamik Eins-gegen-eins-Situationen provozieren kann.“

Die Entwicklung der Leihspieler: „Wir waren mit allen stets in Kontakt, haben ihre Spiele gesehen. Rückblickend war es eine gute Entscheidung, sie zu verleihen. Alle haben sich positiv weiterentwickelt.“

Die sportliche Ausrichtung in der kommenden Saison: „Ich glaube nicht, dass wir in der neuen Saison Ballbesitzfußball zelebrieren werden, aber es gibt schon Punkte, bei denen wir uns weiterentwickeln wollen. Dazu gehören zum Beispiel das Spiel mit Ball und über die Seiten.“

Die Zuschauersituation in der kommenden Saison: „Ich kann nur beeinflussen, was ich beeinflussen kann. Wir alle wollen wieder Zuschauer im Stadion, nur wenn das nicht gehen sollte, gibt es eben Gründe dafür. Ich habe Vertrauen in die Menschen, die bis jetzt schon einen tollen Job mit der Entwicklung der Hygiene-Konzepte gemacht haben.“