Union-Trainer Urs Fischer hat in dieser Woche selbst angepackt, damit seine Profis beste Trainingsbedingungen vorfinden. Foto: Imago

Besser könnte diese Saison für den 1.FC Union wohl kaum laufen. Bester Beweis ist Tabellenplatz sieben. Dennoch hinterließ die Niederlage im Derby-Hinspiel bei Hertha BSC ihre Spuren. „Das 1:3 ist schon noch ein bisschen in unseren Köpfen“, sagt Trainer Urs Fischer bei der Video-Pressekonferenz vor dem Rückspiel im Hauptstadt-Duell.

Die Eisernen sind der Favorit

Schließlich waren die Köpenicker zu Beginn der Partie klar überlegen, Taiwo Awoniyi hatte für das 1:0 gesorgt, aber dann folgte die Rote Karte für Robert Andrich nach einer Kung-Fu-Einlage gegen Lucas Tousart, und die Gastgeber drehten die Partie in der zweiten Hälfte zu ihren Gunsten.

„Ich glaube, es ist auch gut so, dass wir noch ein bisschen was gutzumachen haben“, betont der 55 Jahre alte Schweizer. Denn zum ersten Mal gehen die Eisernen als Favorit in das brisante Duell. Die Gäste aus dem Westen reisen als Tabellen-15. mit 14 Punkten weniger an. Noch dazu tritt Union in der Alten Försterei an, wo Sebastian Polter am 2. November 2019 das erste Bundesliga-Derby per Strafstoß entschied. Eine Kampfansage ließ sich Fischer dennoch nicht entlocken: „Du machst lieber Sprüche nach einem Derby, als dass du sie dir anhören musst.“

Dass dieses Duell zum dritten Mal ohne Zuschauer stattfinden muss, mindert die Brisanz kaum. Welchen Stellenwert das Spiel hat, sei auch allen Profis bewusst, die nicht aus der Gegend oder aus Deutschland stammen, stellt Fischer klar und betont noch mal: „Das ist ein spezielles Spiel, da sind Emotionen dabei, da ist Rivalität dabei.“ Und das nicht zu knapp.