Unions Trainer Urs Fischer will mit seinen Eisernen eine gute Figur abgeben in Prag.  imago/Shutterstock

Es geht los. Das Prickeln hat schon begonnen. Auch wenn Trainer Urs Fischer das schon in den Play-off-Spielen zur Conference League verspürt hat. Das Abenteuer Europa mit dem Auftaktspiel bei Slavia Prag am Donnerstag (18.45 Uhr/RTL Nitro) hat den 1. FC Union erfasst. Und in den kommenden Tagen wird es kein anderes Thema in Köpenick geben.

Die rund 2000 Gästekarten, die die Tschechen den Eisernen überlassen haben, sind weg. Trotz horrender Preise. Jeder will dabei sein, wenn die Fischer-Schützlinge zum zweiten Mal in ihrer Geschichte die Klingen kreuzen mit dem Meister aus dem Nachbarland, der den Titel zuletzt dreimal in Folge einsacken konnte. 2014 trennten sich beide Kontrahenten in der Alten Försterei  1:1. Es traf ein gewisser Simon Terodde, und Trainer der Eisernen war noch Uwe Neuhaus. Doch das war nur ein Testspiel, jetzt wird es ernst. 

Fischer warnt vor Slavia

Und zwar sehr ernst, wenn man Fischer so hört, der dem Anlass angemessen wieder im feinen Zwirn an der Seitenlinie stehen wird. „Ich wundere mich eigentlich, dass sie nicht Champions League spielen“, meinte der Schweizer zur Spielstärke des amtierenden Double-Gewinners aus dem Nachbarland. 

Nun ja, die Chance hatte Slavia. Doch die Prager wurden durchgereicht bis in die Conference League. In  der dritten Quali-Runde zur Königsklasse zog Slavia gegen Ferencvaros Budapest mit 0:2 und 1:0 den Kürzeren, in den Play-offs zur Europa League hieß es dann 2:2 und 1:2 gegen Legia Warschau. Blieb halt der neue kontinentale Wettbewerb für den Europa-League-Viertelfinalisten der Vorsaison.  

Übrigens: Der Wegfall der Auswärtstor-Regel wird auch in der Gruppenphase angewandt. Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst der direkte Vergleich, wobei die Zahl der Auswärtsstore dann keine Rolle spielt. Erst bei totalem Gleichstand kommt danach die Tordifferenz aus allen Partien zur Anwendung. 

Das kann Union verdienen

Kohle gibt es auch. 2,94 Millionen gab es für die Gruppenphase, jedes Remis wird mit 166.000 Euro dotiert, ein Sieg bringt 500.000 Euro. Rang zwei und eine K.o.-Runde zum Achtelfinale gegen einen der Gruppendritten aus der Europa League würde mit 325.000 Euro versüßt werden, als Gruppenerster zieht man direkt ins Achtelfinale ein und erhält sogar  650.000 Euro als Belohnung.

Danach gibt es richtig Schotter: Das Achtelfinale wird mit weiteren 600.000 Euro versüßt, im Viertelfinale winken eine Millionen Euro, das Halbfinale bringt zwei Millionen Euro und wenn man es zum Endspiel nach Tirana schafft, gibt es drei Millionen Euro für den unterlegenen Klub, der Sieger streicht sogar satte fünf Millionen ein. 

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