Applaus, Applaus! Union-Trainer Urs Fischer lässt die Fans ein wenig hinter die Kulissen seines Trainerseins blicken. Foto: dpa/Arne Dedert

Urs Fischer (55) ist in seiner vierten Saison Trainer des 1. FC Union. Aufstiegs-Held, Europa-Macher und als Schweizer eher einer, der für gewöhnlich in sich ruht. So kennt man ihn. Im podcast „kicker meets DAZN“ erzählt er Sachen, die man so von ihm bisher nicht kannte.

Fischer äußert sich über seine persönliche Spielvorbereitung: „Ich höre immer in etwa die gleichen Lieder“, gibt er zum besten. Wer jetzt denkt, das geht in Richtung Edelweiß und Alpenglühen, der irrt. Denn auf seiner Playlist steht neben Chris Rea und Barry White auch „deutscher Rap. Da ist wirklich alles dabei.“

„Ich wollte mal was Neues“

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Urs Fischers neuer Look. Die Jeans vom vergangenen Wochenende hat nach der späten und bitteren 1:2-Pleite bei Eintracht Frankfurt erstmal ausgedient. 

Auch in Sachen Kleiderordnung tut sich was, das fast schon in die Ecke Aberglaube gehört. Fischer: „Ich habe schon das eine oder andere Ritual. Ich habe eine Jeans, die wird schon gewaschen, aber wenn sie erfolgreich ist, dann wird sie anbehalten.“ Das macht er aber erst seit dieser Saison so: „Die letzte Spielzeit hatte ich die ganze Zeit einen Trainingsanzug an. Diese Saison wollte ich mal was Neues machen.“

Auch spannend, was Fischer über das Ende seiner Karriere als Spieler berichtet. Denn die wurde letztendlich von Ex-Hertha-Trainer Lucien Favre beendet. Es war 2003, Urs war damals 37 Jahre jung und wollte beim FC Zürich in seine letzte Saison gehen. „Abgemacht war unter unserem alten Trainer, dass ich noch ein Jahr dranhänge und die jungen Spieler heranführe, wenn es mal nicht so gut läuft.“

Lucien Favre war Fischers Ende

Dann wurde Favre neuer FCZ-Coach – und sortierte den Verteidiger aus. Fischer: „Natürlich war das für mich nicht ganz angenehm. Du willst in die Vorbereitung – und kurz vorher wird dir mitgeteilt, dass deine Karriere beendet ist.“ Nachtragend ist Fischer aber nicht: „Es war aus seiner Sicht korrekt, das kann ich heute mit einer gewissen Distanz nachvollziehen.“

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