Unions  Trainer Urs Fischer (l.) wechselt seinen Joker Joel Pohjanpalo (M.) ein.  Foto: Matthias Koch

Er ist wieder da! So wie von Union Trainer Urs Fischer angekündigt, feierte Joel Pohjanpalo beim 1:1 gegen Gladbach sein Comeback für die Eisernen. Für eins seiner berühmten Jokertore – alle neun Bundesligatreffer erzielte der Finne als Teilzeitarbeiter im Endspurt eines Spieles – langte es bei „Goaljanpalo“ zwar nicht mehr, aber seinen Trainer erfreute die Tatsache, ihn wieder zurückzuhaben, dennoch. 

Das bringt auf jeden Fall Entlastung für den Nigerianer Taiwo Awoniyi, der sich zuletzt ziemlich stark in vorderster Front aufrieb und etwas überspielt wirkte. Auch wenn der natürlich heiß darauf ist, bei seinem Ex-Klub auf sich aufmerksam zu machen. 

Bei den Eisernen bessert sich also die Personallage vor dem Gang nach Mainz am kommenden Wochenende (Sonnabend, 15.30 Uhr) sichtlich. Christian Gentner tummelte sich ja schon gegen die Elf vom Niederrhein über eine Stunde lang auf dem Feld. Christopher Trimmel hat seine Gelbsperre abgesessen. Florian Hübner muss auch nicht mehr zuschauen. Auch bei Christopher Lenz ist davon auszugehen, dass er seine muskulären Probleme bis zum Spieltag überwunden haben sollte. Die gleiche Hoffnung besteht bei Grischa Prömel. Fehlen also eigentlich nur noch Max Kruse und Anthony Ujah.

Ujah droht erneute OP

Wobei bei Letzterem die Aussichten nicht all zu rosig scheinen. „Es ist schwierig zu sagen. Es ist keine einfache Zeit für Toni. Er hat immer wieder Rückschläge. Es gab 'ne Phase, wo es sehr gut lief, jetzt wieder ein Rückschlag. Wer weiß, ob er uns noch mal helfen kann“, so Fischer. Selbst eine erneute Operation steht im Raum bei dem Nigerianer.  

Bleibt eigentlich nur noch die Frage, ob Andreas Luthe beschwerdefrei für das kommenden Wochenende ist oder ob Fischer auf Nummer sicher geht und seinem Stammkeeper nach dessen Knock-out bei den Zusammenstößen mit Marcus Thuram und Robin Knoche sicherheitshalber schont bei den Rheinhessen. Dort wollen die Köpenicker am Sonnabend gerne die psychologisch nicht ganz unwichtige 30-Punkte-Marke überspringen. Dafür hat Fischer jetzt wieder mehr Alternativen zur Verfügung. Die Zeiten, wo die Mannschaft sich quasi von alleine aufstellte, scheinen passé.