Ärgert sich über eine vergeben Chance, durfte sich aber über den Derby-Sieg freuen: Union-Star Max Kruse. imago/Contrast/Oliver Behrendt

Gewonnen und doch verloren. Union-Star Max Kruse muss nach dem 2:0 Derby gegen Hertha BSC tief in die Tasche greifen. Aber erstens wird er es verschmerzen könne. Und zweitens ist es ja für einen guten Zweck. 

Doch der Reihe nach. Im Vorfeld des Spiels hatte Kruse mit dem bekennenden Hertha-Fan und YouTuber Aaron Troschke darum gewettet, wer Teil eins der Stadtmeisterschaft ziehen würde. Der Verlierer sollte 1000 Euro an den Tierpark bzw. das Tierheim spenden. Hier war Unions Nummer 10 fein raus.

Kruse & Co. zeigen Herz auf dem Platz

Doch es gab da ja noch eine Zusatzwette. Wenn Kruse trifft, würde Troschke noch mal in die Tasche greifen. Doch das blieb dem 32-Jährigen erspart. Jeder 1000 Euro – salomonischer geht es nicht. 

Kruse war das erst einmal völlig egal. Er freute sich, dass Union bei seiner Rückkehr endlich mal wieder einen Dreier landen konnte. Hatte zuletzt ja ohne ihn dreimal in Folge nicht geklappt. „Wir haben unser Herz auf dem Platz gelassen, so wie sich das gehört für ein Derby. Und das haben wir die ganze Saison schon gesehen, wir haben zwei von zwölf Spielen verloren, das ist Aussage genug“,  zeigte Kruse bei den Kameras von Sky unverminderten Ehrgeiz.

Max Kruse setzt Unioner in Szene

Natürlich würde Trainer Urs Fischer als Verfechter des Kollektivs den Derby-Sieg nicht alleine auf die Rückkehr des exzentrischen Internetstars zurückführen. Aber – da beißt die Maus keinen Faden ab – er ist nur mal der Unterschiedsspieler der Köpenicker.

„Ich bring hier noch eine andere Note rein. Ich glaube, die Mannschaft kann sich darauf auch verlassen. Ich versuche, mich immer anspielbereit zu machen und mich in Bereichen in Szene zu setzen, wo mich der Gegner vielleicht nicht findet – und ich dann Mitspieler in Szene setzen kann“, so die Selbsteinschätzung des Ex-Nationalspielers.

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