Fussball, Herren, Saison 2019/20, 1. Bundesliga (7. Spieltag), VfL Wolfsburg - 1. FC Union Berlin (1:0), v. l. Robert Andrich (1. FC Union), Keven Schlotterbeck (1. FC Union Berlin), Josip Brekalo (Wolfsburg), Marvin Friedrich (1. FC Union), Sheraldo Becker (1. FC Union), Wout Weghorst (Wolfsburg), Pass von Brekalo auf Weghorst vor dem Tor zum 1:0, 06.10. 2019, Foto: Matthias Koch

Sonntag, 13.30 Uhr, ausverkaufte Alte Försterei. Der 1. FC Union rüstet sich für den nächsten Liga-Dreier, will gegen Wolfsburg den siebten Heimsieg eintüten und den nächsten Schritt zum Klassenerhalt schaffen. Eine schwere Aufgabe. Aber eine mit veränderten Vorzeichen im Vergleich zur Hinrunde.

Rückblick: Am siebten Spieltag gastierten die Köpenicker bei den Niedersachsen und mussten sich am Ende mit 0:1 geschlagen geben. „Am Schluss war es ein korrektes Resultat, ein verdienter Sieg für Wolfsburg. Sie waren die bessere Mannschaft, das eher dominante Team“, meinte Trainer Urs Fischer.

Mit nur vier Zählern rutschten die Eisernen auf Rang 16 ab. Ein nicht ganz unerwartetes Szenario für einen Aufsteiger. Die Pleite bei den VW-Städtern war die vierte Niederlage in Serie. Nicht wenige glaubten, dass Union sich im freien Fall befände. Gewogen und als zu leicht befunden eben.

Davon ist Union im Jahr 2020 meilenweit entfernt. Neun Zähler haben die Köpenicker in den ersten sechs Partien des Jahres eingesackt, führen als Spitzenreiter der zweiten Tabellenhälfte ein nahezu sorgenfreies Leben mit neun Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang.

LeGente vor 400. Ligaspiel

Und so schwer die Aufgabe auch anmutet, Union geht mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in die Partie. „Ich glaube, wir haben inzwischen eine Menge dazugelernt“, meinte Fischer.

Auf diesen Lerneffekt setzt er auch gegen den Europapokal-Achtelfinalisten. Gegen die anderen beiden Euro-Starter hatte seine Truppe ja ein sehr ordentliches Bild abgegeben, auch wenn gegen Leverkusen unglücklich verloren wurde.

Setzen kann er dabei auch auf eine nahezu komplette Truppe und einen Christian Gentner, der vor seinem Erstligaspiel Nr. 400 steht. Das erste fand übrigens 2005 gegen Hertha BSC statt. Und sein erstes Ligator erzielte „LeGente“ ein Jahr später gegen Wolfsburg. Es hätte keiner in Köpenick was dagegen, wenn sich da am Sonntag ein Kreis schließen würde.