Wenn gute Laune eine Grundvoraussetzung ist, um im Pokal erfolgreich zu sein, dann ist Union schon eine Runde weiter. Trainer Urs Fischer präsentierte sich auf jeden Fall schon mal in blendender Stimmung. imago/Matthias Koch

Der Tag in Köpenick zeigte sich blendend aufgelegt. Mit einem Union-Trainer Urs Fischer, der mit der Sonne um die Wette strahlte. Und sich einen Witz auf Messis Kosten nicht verkneifen konnte. „Das wird nichts bei uns. Die Nummer 10 ist schon vergeben“, witzelte der Schweizer Fußballlehrer zwei Tage vor der Auftakthürde im DFB-Pokal (15.30 Uhr) bei Türkgücü München. 

Wenn er da mal nicht die Rechnung ohne seinen Manager gemacht hat. Oliver Ruhnert wird in der Branche nachgesagt, dass er alles verpflichtet, was vertragslos und nicht bei drei auf den Bäumen ist. Klar müsste Messi noch ein bisschen abtrainieren, um sich dem Niveau der Köpenicker anzupassen. Aber das wird Fischer schon hinkriegen.

Dem 55-Jährigen war sichtlich anzumerken, dass er voll Vorfreude in die Pokalaufgabe geht. Endlich ist die Vorbereitung vorbei. Endlich geht es los.

Wie lang reicht die Luft bei Kruse?

Mit zu seiner guten Laune trug neben den vielen mitreisenden Fans sicherlich bei, dass besagte Nummer 10 – auch bekannt als Max Kruse – nach überstandenem Olympiaabenteuer nebst Nebengeräuschen wettkampffit ist. „Er hat sich diese Wochen im Training gut präsentiert. Hat sicherlich noch ein paar Extraeinheiten zu machen. Aber er ist einsatzbereit“, so Fischer, der sich allerdings nicht darauf festlegen wollte, ob es bei Kruse für die ganzen 90 – oder womöglich 120 – Minuten reichen würde. 

Extraschichten sollen ja möglichst vermieden werden, um Körner zu sparen. Denn die kommenden Wochen haben es in sich für die Köpenicker mit den englischen Wochen durch die Playoff-Partien zur Conference League. Fischers Marschroute für den Drittligisten steht daher fest. „Wichtig ist, von der ersten Sekunde an bereit zu sein. Man muss versuchen, sein Spiel dem Gegner aufzuzwingen. Wir müssen Balldruck bekommen und sie ihr Spiel nicht aufziehen zu lassen. Wichtig ist dabei immer zu wissen, dass wir die Qualität haben, um das zu schaffen. Dessen muss man sich immer bewusst sein“, so Fischer. Damit erst gar keine große Pokalatmosphäre bei den Münchnern eintritt.

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