Timo Baumgartl und Bastian Oczipka könnten am Sonnabend hinten links dicht machen bei den Eisernen.  City-Press/Matthias Renner

Erst waren es sechs. Dann, nach dem Abgang von Marvin Friedrich nach Mönchengladbach, nur noch fünf. Vier wurden es, nachdem sich Rick van Drongelen mit Covid-19 infizierte und sich in häuslicher Isolation befindet. Bleibt für Unions Trainer Urs Fischer nur die große Preisfrage: Wer springt gegen Hoffenheim für den nach Gladbach abgewanderten Marvin Friedrich in die Bresche?

Was die Kapitänsbinde angeht, ist der Fall klar. Grischa Prömel rückt eins auf, wird Stellvertreter von Christopher Trimmel. Der Nachrücker im Mannschaftsrat ist noch offen. Die genaue Besetzung der Dreierkette ist da schon etwas kniffliger.

Heintz erstmals Alternative

Neuzugang Dominique Heintz hat nun eine weitere Übungswoche mit den neuen Kollegen in den Beinen. Das Fußballspielen als solches hat der 28-Jährige ja eh nicht verlernt, nur weil er quasi ein halbes Jahr in Freiburg auf Eis lag. Da sind eher Fragen des Feintunings zu berücksichtigen. „Er ist eine Alternative. Für den Kader. Aber auch die Startelf“, verriet Fischer.

Eine andere Option wäre natürlich Timo Baumgartl. Auch wenn der, anders als Heintz, von Haus aus kein Linksfuß ist. Aber das war Friedrich ja auch nicht gewesen.

Verteidiger Paul Jaeckel hingegen hatte Fischer ja zuletzt schon mehrfach den rechten Part in der Dreierkette mimen lassen. Auch, weil er um den bevorstehenden Abgang von Friedrich wusste, so dem Ex-Fürther die Gelegenheit geben konnte, sich auf seiner eigentlichen Stammposition einzugrooven und nicht mehr wie in einigen Spielen zuvor hinten links ran zu müssen.

Oczipka endlich wichtig für Union

Links daneben auf der Position des Flügelverteidigers läuft es erneut auf Bastian Oczipka hinaus. Erstens hat er seine Sache in Leverkusen gut gemacht nach seiner Einwechslung. Zweitens denkt Fischer, dass es bei Nico Gießelmann nach seiner Oberschenkelverletzung am vergangenen Wochenende an diesem Spieltag „eher nicht reichen“ wird.

Und drittens ist Tymoteusz Puchacz ja bis zum Sommer an Trabzonspor verliehen. Auch, weil der polnische Nationalspieler sich mit Blick auf die nahende WM unbedingt mehr im Rampenlicht zeigen wollte. Da hat Fischer also nicht mehr so viele Variationsmöglichkeiten.

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