Das erste Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Bayern im Stadion an der Alten Försterei fiel seinerzeit dem Corona-Shutdown zum Opfer. imago/Camera4/Eberhard Thonfeld

Was hatte man sich nicht beim Aufstieg in Köpenick vor rund zweieinhalb Jahren gefreut. Bundesliga in der Alten Försterei. Dortmund, Gladbach und die Bayern. Pflichtspiele, von denen die Eisernen jahrzehntelang geträumt hatten. Dann kam der Rekordmeister. Und niemand hat es gesehen. Zumindest nicht im Stadion. Aufgrund der Pandemie gab es in Liga eins bisher nur Geisterspiele gegen den Stern des Südens. Diesen Sonnabend ab 15.30 Uhr gehören die der Vergangenheit an. Und schon jetzt kann man sagen: So viel Wucht hat Bayern bei Union noch nie erlebt.

Erstmals mit Fans gegen die Bayern. Zwar noch nicht unter Vollauslastung. Aber mit 75 Prozent der Kapazität. Mehr als je zuvor seit der verfluchten Pandemie. Eine echte Motivationsspritze!

Union gegen Bayern: Ein Spitzenspiel! 

Darauf baut auch Unions Trainer Urs Fischer als Booster für den Kick des – Vorsicht, Spitzenspiel! – Fünften gegen den Ersten. Selbst wenn Trainer Urs Fischer das nicht so sehen mag. Den interessiert ja die Tabelle bekanntlich nur am 34. Spieltag. Oder wenn feststeht, dass der Abstieg rechnerisch nicht mehr möglich ist.

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Nun also mit Mann und Maus gegen den übermächtigen Favoriten. Immerhin sangesfreudige 16.509! Zuschauer, darunter 1500 Münchner sind dabei. „11.000 Fans haben schon ’ne Wucht gezeigt. Die, die noch dazukommen, werden sicherlich auch noch mal ihren Teil dazu beitragen, dass das Stadion bebt. Das hilft dir dann auch. In solchen Spielen brauchst du den zwölften Mann, brauchst du die Wucht dieses Stadions“, so Fischer.

Union-Ultras erstmals wieder dabei

Mit ihr Scherflein dazu beitragen werden die Ultras der Eisernen, die bislang keinen organsierten Support geleistet hatten während der Pandemie und nun konzertiert – wenn auch ohne Choreos, Gruppenfahnen oder Schwenker – wieder in Erscheinung treten werden. Mit Kind und Kegel, mit Trommeln und Vorsängern (Capos). Als fester Block. Das wird lauter, scheppernder, brachialer.

Das sollte Union nach vorne peitschen können und vielleicht dazu beitragen, dass die Serie von 21 Spielen ohne Heimniederlage nicht reißt. Denn wer im Vorjahr in München und An der Alten Försterei unbesiegt blieb gegen die Bayern, muss sich nicht von vorneherein in die Hosen machen.

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