Union-Präsident Dirk Zingler erklärt den Leitfaden zur Rückkehr der Fans ins Stadion. Foto:  City-Press

Seit Tagen wühlt der 1. FC Union mit seinem Konzept, die Zuschauer zurück in die Stadien zu bekommen, von der Fanszene bis zur Politik alle Lager auf. Präsident Dirk Zingler verteidigte in der anschwellenden Diskussion die eisernen Pläne.

„Wir schicken 20.000 nicht infektiöse Menschen zum Stadion“, sagt der Präsident des 1. FC Union. Da der Verein die Ticket-Vergabe mit einem präventiven Corona-Test aller Zuschauer am Tag vor dem Spiel verknüpft, betrifft das „auch die An- und Abreise und den Einlass“. Zingler erklärt weiter: „Das sicherste Konzept sind die Tests. Wir sind überzeugt, dass der Wirkungsgrad unserer Hygienemaßnahmen höher ist als der Wirkungsgrad von Abstand und Maske.“

Zingler widerspricht damit der Politik im Allgemeinen, die seit einigen Wochen im Kampf gegen das Virus immer wieder Disziplin einfordert, damit es nicht zu einem zweiten Lockdown kommen muss. Er widerspricht im Besonderen dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller, der das Konzept einerseits gelobt hatte, aber auch deutlich machte, dass sich die präventiven Corona-Tests, die den Eisernen vorschweben, nicht umsetzen lassen.

„Die Reaktion hatte ja alles in sich, Lob, Skepsis, Zuspruch und Kritik – sie entsprach unserer Erwartungshaltung“, sagte Zingler. „Wir haben sehr deutlich gemacht, dass wir von überschüssigen Tests sprechen. Sollte irgendwann der Zustand erreicht sein, dass alle Kapazitäten für die vorrangigen Gruppen benötigt werden, dann testen wir nicht und es kommt keiner ins Stadion“, erklärt er.

Den Testlauf soll es am 5. September mit 3000 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei auf jeden Fall geben. „Das ist nicht nur ein Test auf dem Rasen, sondern ein Doppeltest“, so Zingler.