Robin Knoche jubelt über sein erstes Tor für Union. Foto: City-Press/Matthias Renner

Es bleibt dabei, Gladbach kann in dieser Spielzeit nicht gegen den 1. FC Union gewinnen. Nach 96 packenden Minute trennten sich die Köpenicker 1:1 (1:0) von der Borussia und bleiben Achter. Die Verletzung von Andreas Luthe trübte das Gesamtbild aber ein wenig.

Trainer Urs Fischer musste kurzfristig auf seine komplette Flügelzange verzichten. Trimmel war ja gesperrt. Und am Freitag hatte Lenz im Training einen Schlag abbekommen. So mussten also Ryerson und Gießelmann ran. Dazu starteten Gentner und Teuchert für die angeschlagenen Prömel und Becker. Alles nicht zwingend  die besten Vorzeichen. 

Dass die Aufgabe für die Eisernen schwer werden würde, unterstrichen die Gäste gleich zu Beginn, als Hofmann nach einem Konter gleich mal einen Warnschuss abfeuerte. Zum Glück brachte Luthe noch einen Fuß dazwischen (2.). Union tat sich in der Anfangsphase schwer damit, sich dem Gladbacher Pressing zu entziehen. Immer wieder musste Luthe in den Spielaufbau einbezogen werden. Der lange Ball war vorherrschendes Stilmittel. 

Es dauerte rund 15 Minuten ehe die Köpenicker die Partie ausgeglichener gestalten konnten, die Gäste nur noch bei Kontern ihr Spielvermögen andeuten konnten. Richtig in den Strafraum kamen sie dabei kaum.

Ey, was ist denn mit dir?

Gladbachs Rose hadert mit dem Schiri

Wie das besser geht, zeigten die Eisernen. Auch wenn ein Standard herhalten musste. Ingvartsens Freistoßflanke aus dem Halbfeld  köpfte der aufgerückte Knoche zum  1:0 (31.) ein. Sah zunächst gar nicht so gefährlich aus. Doch quälend langsam rollte das Bällchen ins lange Eck.

Hatte sich nicht unbedingt abgezeichnet vom Spielverlauf her. Sein erster Treffer für Union überhaupt. Ein Glückgefühl, dass Knoche nicht so häufig verspürt. Zuletzt hatte er am 10. Februar 2020 noch für Wolfsburg beim 4:2 in Paderborn getroffen. 

Schlug Gladbachs Coach Marco Rose auf den Magen. Der regte sich nach einem ebenso glasklaren wie überflüssigem Stürmerfoul seines Teams so  sehr über die Schirientscheidung auf („Ey, was ist denn mit dir?“), dass er sich prompt den gelben Karton einhandelte. Fast wäre er endgültig bedient gewesen, denn Schlotterbeck verfehlte mit einem Kopfball unmittelbar vor dem Pausenpfiff das Ziel nur knapp (45.).

Musste verletzt raus: Unions Keeper Andreas Luthe. Foto: City-Press/Matthias Renner

Nach der Pause war es mehrfach Teuchert, der die Borussen nervte und die Partie endgültig auf die Seite der Köpenicker hätte ziehen können. Das Tor fiel dann aber doch auf der anderen Seite. Hofmann bediente Plea und gegen dessen gefühlvollen Schlenzer (59.) war der weitgehende beschäftigungslose Luthe dann machtlos. 

Bitter für Union, dass Knoche – von Thuram auch noch geschubst – dann mit Luthe zusammenrauschte. Für den Schlussmann der Eisernen ging es trotz längerer Behandlungspause nicht mehr weiter. Karius als sein Stellvertreter kam zu seinem ungeplanten Punktspieldebüt bei den Köpenickern (70.).

Die Partie ging hin und her. Beide Teams wollten den Dreier. Fischer stellte hinten auf Viererkette um, brachte mit Bülter und Pohjanpalo zusätzliche Offensivkräfte. Doch der Lucky Punch sollte keinem Team mehr gelingen.