Rafal Gikiewicz pariert den Elfer von Marcus Ingvartsen und hält die Punkte für Augsbuger fest.  Foto: City-Press/Thorsten Franzisi

Zwei Niederlagen in Folge. Ein Gefühl, das man beim 1.FC Union längst vergessen glaubte. Nach dem 0:1 in Leipzig setzte es beim Rückrundenauftakt in Augsburg ein 1:2 (1:1). Und ausgerechnet Ex-Keeper Rafal Gikiewicz wurde zum großen Spielverderber für die Eisernen.  

Vier Veränderungen im Vergleich zum Leipzig-Spiel bei Union. Für Ryerson, Teuchert, Griesbeck und den leider gesperrten Hübner kamen Trimmel, Schlotterbeck, Prömel und der wieder genesene Becker  zum Zug. 

75 Prozent Ballbesitz in den ersten 20 Minuten brachte die Gäste aber nicht wirklich weiter. Denn auf einmal stand es 1:0 für den FCA. Hahn verlängert auf Niederlechner, der lässt sich von Knoche nicht mehr beirren und setzt die Kugel ins  lange Eck. Sein erster Treffer in dieser Saison! Ein Befreiungsschlag für ihn und die Fuggerstädter, die sich nun in die Partie reinarbeiteten. 

Foul an Andrich, aber kein Elfer

Und dann auch hier verkehrte Welt. Als Augsburg  zu drücken  anfängt, schlagen die Köpenicker zurück. Awonyi verpasst selber abzuschließen, bezieht dann aber Ingvartsen mit ins Spiel ein. Der Däne bleibt cool, bis er dann doch die Lücke in der FCA-Abwehr findet - Ausgleich zum 1:1 (25.).

Pech für die Eisernen, dass ein möglicher Elfer an Andrich nicht gegeben wird. Auch der Kölner Keller blieb stumm bei Strobls Attacke gegen Unions Mittelfeldspieler (35.).  

Paukenschlag gleich nach Wiederanpfiff. Ballverlust im Mittelfeld. Eine lange Flanke landet bei Hahn am zweiten Pfosten, dessen Schuss kann Luthe noch abwehren, aber dann drückt Niederlechner die Kugel zum 2:1 über die Line (48.).

Gikiewicz hält gegen Ingvartsen

Wie reagiert Union?  Nicht geschockt. Und diesmal mit dem VAR im Bunde. Die meldeten den Tritt von Niederlechner in Prömels Achillessehne und es gab Strafstoß. Die Chance zum erneuten Ausgleich! Doch zum Helden wurde Gikiewicz, der den schwach  geschossenen Elfer von Ingvartsen parierte (56.). 

Unions Ex-Torhüter ließ die Ex-Kollegen weiter verzweifeln. Awoniyi findet in ihm aus Nahdistanz seinen Meister (59.). Offenbar hatte der Pole bei seinem Besuch im Mannschaftshotel der Eisernen vor dem Spiel in den Gesprächen mit Urs Fischer, Mannschaftsleiterin Susi Kopplin und den Ex-Kollegen den Schlüssel zum Erfolg für dieses Match gefunden. 

Zu allem Überfluss kassierte Trimmel seine fünfte Gelbe, ist damit gegen Gladbach gesperrt. Union mühte sich weiter. Aber Chancen sprangen nicht heraus. Fischer versuchte es dann mit einer Umstellung auf 4-4-2. Doch alles was folgte, war zu durchsichtig. Unsauber gespielt. Unpräzise. So setzte es eben wie beim Start in diese Spielzeit wieder eine Schlappe gegen die Fuggerstädter.