Unions Däne Marcus Ingvartsen (M.) eröffnete den Torreigen gegen Dynamo Dresden. imgao/Contrast

Zweiter Test, zweiter Sieg. Der 1. FC Union besiegte Zweitligaaufsteiger Dynamo Dresden vor 3278 Zuschauern  mit 3:0 (2:0), kann jetzt gelassen am Montag ins Trainingslager nach Tirol reisen. 

In Zeiten der Not muss geholfen werden. Union zeigte sich solidarisch mit den Hochwasseropfern in den alten Bundesländern, spendete den Ticketerlös an die „Aktion Deutschland Hilft“.  Union-Boss Dirk Zingler: „Es ist eine kleine Geste, die vielleicht ein bisschen Mut macht. Die betroffenen Menschen sollen wissen, dass sie nicht alleine sind. Gemeinsam mit vielen Millionen Menschen, Organisationen und Unternehmen in Deutschland wird es hoffentlich gelingen, schnell und wirksam zu helfen und Folgen der Katastrophe zu lindern.“

Ein Hauch von guter alter Zeit wehte durch die Alte Försterei. Donnernde Wechselgesänge begleiteten Dresdens Generalprobe für den Zweitligastart am kommenden Wochenende. Kräftig geölte Kehlen waren zu vernehmen. Im Winde flatternde Schals. Es war noch nicht wie früher. Aber ein Vorgefühl darauf, wie in Köpenick die Post wieder abgehen wird in einer hoffentlich nicht mehr all zu fernen Zukunft, bekam man schon.

Starker Ingvartsen belohnt sich

Nachdem Trainer Urs Fischer beim 5:2  bei Neu-Drittligist Viktoria '89 noch mit der Viererkette agieren ließ, setzte er diesmal auf drei Innenverteidiger hinten. Flankiert von Julian Ryerson und Tymoteusz Puchacz. Vorne baute der Schweizer auf eine Doppelspitze mit Andreas Voglsammer und Kevin Behrens. Insgesamt sieben Neuzugänge tummelten sich in der Startelf. 

Heraus kam ein munteres Spielchen, in dem die Hausherren mehr von der Partie hatten, die Gäste sich aber nicht versteckten. Den ersten Treffer erzielte ein Alteingesessener. Nachdem Marcus Ingvartsen Dresdens Keeper Kevin Broll zweimal ernsthaft geprüft hatte (23., 26.), ließ der Däne Dynamos Schlussmann mit einem satten Linksschuss keine Chance- 1:0 (37.). Kurz vor der Pause durfte Voglsammer dann noch abstauben, als Paul Will auf der Linie einen Ball von Kevin Behrens klärte, der diesen zuvor mit einem langen Bein geschickt an Broll vorbeigestochert hatte (44.).

Die Messe war gelesen, als Robin Knoche nach einer Ecke mehr Zielwasser getrunken hatte als vor der Pause und die Kugel zum 3:0 in Netz köpfte (54.). Weitere Chancen wurden dann aber von Union etwas fahrlässig verspielt.

Union spielte mit: Luthe – Baumgartl (46. Friedrich), Knoche (61. Dehl), van Drongelen (46. Jaeckel)  – Ryerson (46. Wszolek),  Khedira (46. Andrich), Puchacz (46. Gießelmann)– Öztunali (46. Haraguchi), Ingvartsen (61. Endo) – Behrens (61. Abdullahi), Voglsammer  (61. Sanogo)

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