Unions Präsident Dirk Zingler will wieder Zuschauer im Stadion haben. Foto: Matthias Koch/Pool

Sie sind das unbeugsame gallische Dorf der Liga. Mag DFL-Boss Christian Seifert noch so erklären, dass die neue Saison mit Geisterspielen startet, in Köpenick plädiert Union-Boss Dirk Zingler im Programmheft zum Düsseldorf-Spiel für Kicks mit Fans.  

"Ich wünsche mir für die neue Saison klare Regeln für die Wiederzulassung von Menschen zu Großveranstaltungen ohne Abstandsregeln", so Zingler. Fans zurück in die Alte Försterei - schnellstmöglich. "Es geht nicht nur um den Fußball alleine, sondern es gibt ganz andere Branchen, die am Boden liegen. Man muss nur an Konzerte denken. Der Mensch kann nicht immer mit 1,50 m Abstand leben", ergänzte Unions Medienchef Christian Arbeit.

Niemand in Köpenick ist blauäugig zu glauben, dass Corona einen Bogen um die Alte Försterei machen wird, nur weil die Eisernen so ein sympathisches Völkchen sind.  Ähnlich wie beim DFL-Konzept zum Re-Start, wo vorher überlegt wurde, was alles nötig ist für eine Fortsetzung der Liga, fordern die Eisernen eine solche Herangehensweise auch jetzt.

Unions Devise: Erst nachdenken, dann Kompromisse

"Wir wollen nicht vor 5.000 Zuschauern spielen, wir wollen auf 22.000 hinaus. Wenn es notwendig ist, werden wir Kompromisse mittragen. Aber wir gehen nicht von vorneherein mit reduzierten Erwartungen in diese Verhandlungen", so Arbeit.

Deshalb solle man zuerst darüber reden, wie eine Vollauslastung möglich ist. Hygienefragen, Mundschutz, Fiebermessung am Einlass und personalisierte Tickets oder auch die Corona-App dürften bei den Gedankenspielen kein Tabu sein.