Und dann die Hände zum Himmel! Unions Profis feiern den Sieg gegen Hertha mit ihren Fans. City-Press/Jan-Philipp Burmann

Natürlich wurde es wieder voller Inbrunst gesungen: „Stadtmeister, Stadtmeister, Berlins Nummer eins“. Von den Rängen hat man das ja auch nicht anderes erwarten können.

Und das gilt bis zum Pokalspiel im Januar und dann eventuell dem Rückspiel in der Liga. Es sei also der rot-weißen Anhängerschaft gegönnt. Auch wenn Christopher Trimmel das verständlicherweise relativierte. „So lange sind wir noch nicht in der Bundesliga, da brauchen wir noch ein paar Jahre, um von der Nummer eins zu reden. Natürlich tut so ein Derbysieg gut. Er ist einfach auch gut fürs Selbstvertrauen. Aber wir sind nicht so arrogant, sondern wir sind bodenständig. Und werden da nicht von der absoluten Nummer eins sprechen, sondern wir werden einfach weitermachen“, so der Torschütze des 2:0.

Auch von einem neuerlichen Angriff auf Europa wollte Unions Capitano trotz Rang fünf nichts wissen. „Unser Ziel bleibt der Klassenerhalt. Wenn der geschafft ist, dann können wir danach intern neue Ziele formulieren“, so der 34-Jährige weiter.

Urs Fischer will nur die Momentaufnahme genießen

Trainer Urs Fischer hätte sicherlich die Augen verdreht, wenn er am Abend dem Inforadio gelauscht hätte. Da wurde ausdrücklich drauf hingewiesen, dass die Eisernen ja nur noch einen Punkt hinter den Champions-League-Plätzen liegen würden. „Momentaufnahme“, hätte Fischer da sicherlich routinemäßig gegrummelt. Alles nur eine Momentaufnahme. Schön eben. Dürfe man genießen. Aber es gelte weiter zu arbeiten. Nur von Spiel zu Spiel denken.

Festzuhalten aber bleibt, dass Union sich auch in seinem dritten Bundesligajahr kontinuierlich weiterentwickelt. 20 Zähler nach zwölf Spielen sind eine herausragende Bilanz, wenn man bedenkt, wo die Eisernen eigentlich herkommen. Es sind sogar zwei Zähler mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison. 

Und da ja alle in Köpenick immer nur das Wort vom Klassenerhalt predigen, muss an dieser Stelle festgehalten werden: Die Hälfte der Miete dafür ist mit 20 Zählern im Sack. Nach nur zwölf Spielen! Jetzt kommen noch fünf Partien bis Weihnachten. Allesamt Bonusspiele!

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