3:3 hieß es am Ende. Nur 3:3 möchte man fast sagen.  Foto: City-Press/Matthias Renner

Auch eiserne Bäume wachsen nicht in den Himmel. Dafür war das 3:3 gegen Eintracht Frankfurt der schlagende Beweis. Union baute zwar seine Serie von ungeschlagenen Spielen auf jetzt rekordmäßige acht Partien aus, aber es wäre mehr drin gewesen. Rekordsieg Nummer 4 in Folge beispielsweise.

Urs Fischer predigt ja nicht gerade selten, dass eine 2:0-Führung eine trügerische Sicherheit verleiht. Ein einziges Gegentor genügt da oft, um die ganze Statik des Spiels zu kippen. Diese Gefahr ist also groß, vor allem wenn noch 84 Minuten zu spielen sind. Und die Hessen bestätigten die These des Schweizer Fußballlehrers eindrucksvoll.

Ein noch etwas abgezockteres Team hätte den Deckel drauf gemacht mit einer dritten Bude und das Ding dann locker über die Runden gebracht. Die Eisernen zahlten also in diesem Sinne Lehrgeld.

Immerhin bewiesen sie dann Moral nach dem Rückstand, der psychologisch gesehen eigentlich fast ein K.o.-Schlag war. Und es sollte keiner vergessen oder sich gar von den schönen 16 Punkten aus neun Spielen blenden lassen, dass die Köpenicker weiter Lernende sind in dieser Liga. Es ist ja erst ihr zweites Jahr in Deutschlands Eliteklasse.

Aber es war ein höchst unterhaltsames Spiel. Und eines, nachdem man sich jetzt eine ganze Woche lang auf den nächsten Kick freuen kann. Das Derby steigt kommenden Freitag im Olympiastadion. Und da haben die Köpenicker derzeit weniger zu verlieren als die Hausherren.