Ein volles Stadion wird es so bald nicht geben, aber zumindest 5000 Fans sollen wieder in die Alte Försterei dürfen. Foto: dpa

Vorreiter in der Zuschauer-Debatte, jetzt auch kreativer Dauerkartenverkäufer: Innovations-Meister der Bundesliga ist der 1.FC Union schon mal. Und lässt die Fans jubeln. Über das Spiel vor 4500 Zuschauern am Sonnabend gegen Nürnberg (17.30 Uhr) und die Erfüllung des großen Wunschs nach Dauerkarten.

Seit Wochen erreichen die Eisernen immer wieder Anfragen der Fans zu Letzterem. Meist verbunden auch mit dem Wunsch, „den Verein zu unterstützen“, sagt Union-Boss Dirk Zingler. Dafür ist er natürlich dankbar und will liefern.

Doch so ganz einfach war’s nicht. Schließlich kann niemand sagen, wie viele Spiele tatsächlich zu sehen sein werden. Einfach so Dauerkarten verkaufen und keinen Zutritt gewährleisten zu können – nicht mit den Eisernen. „Wir wollten sicherstellen, dass die Dauerkartenkäufer in jedem Fall einen fairen Gegenwert für ihr Geld bekommen, auch wenn jetzt schon absehbar ist, dass nicht alle Spiele besucht werden können“, so Zingler.

Die Idee: Ins Saisonticket ist eine Karte mit eingebautem Guthaben für Unions Fanshop. Das Geld, das nicht vom Guthaben für Eintritt abgeht, kann am Ende der Saison in Fanartikel investiert werden und ist nicht in den Sand gesetzt.

Vom 4. bis 10. September läuft die Online-Reservierungsphase für Vereinsmitglieder mit einer Dauerkarte aus der Vorsaison. Laut der aktuellen Infektionsschutzverordnung sind in Berlin bis zu 5000 Personen bei Freiluftveranstaltungen erlaubt. Nicht jeder, der eine Dauerkarte kauft, kommt also wirklich rein. Das Los wird entscheiden, wer Union wieder in der Försterei erleben und wer shoppen darf.