Stuttgarts Sasa Kalajdzic trifft in der 90. Minute zum 1:1 und versaut Union den Sieg. Foto: Imago Images/Baumann

Noch immer keine 40 Punkte! Der 1. FC Union spielt vor 16.500 Fans in der Alten Försterei nur 1:1 (1:0) gegen Abstiegskandidat VfB Stuttgart. Erst traf Taiwo Awoniyi per Handelfmeter, dann versenkte Stuttgarts Kalajdzic kurz vor dem Schlusspfiff zum 1:1. Wie bitter ist das denn? 

Sonnenschein, ein fast volles Haus, weil nach den Corona-Lockerungen wieder mehr Fans ins Stadion durften, endlich mal wieder echtes Försterei-Feeling.  Doch dieses Heimspiel war erstmal eine ganz zähe Angelegenheit. Die Schwaben bremsten Unions Angriffe zunächst clever aus. Zwar hat Rani Khedira bereits nach 3 Minuten die erste Torchance, doch der Ball rauschte links am Tor vorbei. Danach neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld für eine knappe halbe Stunde. Einen Aufreger gab es dann doch in der 25. Minute: Grischa Prömel wurde von Atakan Karazor unsanft gestoppt, blieb auf dem Rasen liegen. Schiedsrichter Robert Hartmann ließ den Ball weiterlaufen. Da fluchte sogar der ansonsten so ruhige Union-Trainer Urs Fischer an der Seitenlinie.

Awoniyi trifft cool per Elfer

Da konnte Awoniyi noch jubeln. Unions Stürmer traf per Elfer zum 1:0. Foto: Imago Images/Koch

Doch seine Laune wurde schnell wieder besser, denn er sah, dass sich sein Team immer mehr dem Führungstor näherte. Erst durch die Chancen von Niko Gießelmann (27.) und Prömel (30.), Dann ein Abseitstor von Taiwo Awonyi (37.). Gejubelt wurde dann doch, weil Awoniyi ganz cool per Handelfelfmeter traf. Prömel hatte Konstantinos Mavropanos bei eine Schuss getroffen, der Ball prallte an den Arm des Stuttgarter Verteidigers. Unions Sportdirektor Oliver Ruhnert kommentierte die Szene so:  „Von meiner Position war es ein klarer Elfmeter. Der Arm ist abgespreizt.“

Ruhnert war beim Pausenpfiff zufrieden: „Die Mannschaft ist engagiert im Zweikampf drin. Das ist wichtig. Stuttgart setzt auf schnelles Umschaltspiel. Da müssen wir weiter aufpassen.“

Tat die Hintermannschaft der Eisernen dann auch im zweiten Durchgang - bis zur 90. Minute. Nach einer Flanke von Stuttgarts Sosa traf Sasa Kalajdzic mit gestrecktem Bein zum 1:1. Union muss weiter auf die magische Marke von 40 Punkten warten und brachte ausgerechnet Stuttgart, Herthas Abstiegskonkurrenten einen Punkt.

Der Frust bei den Unionern war groß. Timo Baumgartl fluchte auf Schiri Hartmann: „Was hier heute passiert ist, war eher Jugendfußball. Das was hier gepfiffen wurde, hatte nichts mit Männerfußball zu tun. Da war gar keine Linie bei den Zweikämpfen zu sehen. Natürlich ist die Enttäuschung da, wieder ein Gegentor in den Schlussminuten.“

Lesen Sie hier mehr über den 1. FC Union >>