Max Kruse will endlich wieder erleben, dass Union sich nicht am Ende die Butter vom Brot nehmen lässt. Was Hoffenheim übrigens ganz gut kann … City-Press/Matthias Renner

Die Bayern! Na, klar. Eine Liga für sich. Dann Dortmund. Für die Konkurrenz ebenso unerreichbar. Danach aber folgt Hoffenheim. Auf Rang drei. Dort könnte auch der 1. FC Union stehen. Doch die Eisernen versiebten im Last-Minute-Frust sieben Punkte, Hoffenheim machte in der Disziplin vier Zähler gut. Morgen steigt das Duell (15.30 Uhr). Union, bitte Last-Minute-Lust statt wieder Frust.

Nicht auszudenken, wo Union rumturnen würde, wenn man nicht die vielen Zähler hätte liegen lassen. „Wir müssen den Sack zumachen und kriegen dann wieder so ein dummes Gegentor. Das ist nervig“, war Max Kruse durch das späte Gegentor beim 2:2 in Leverkusen angefressen.

In Stuttgart (1:1) und Köln (2:2) gab man in den letzten zehn Minuten einen Sieg aus der Hand, in Frankfurt (1:2) ließ Union sich einen Punkt entreißen. Nun das späte Remis unterm Bayer-Kreuz.

Union kann auf das Mehr hoffen

Das sind sieben Punkte weniger auf der Habenseite als möglich. Sieben Zähler, durch den die Eisernen nicht nur im Kampf „Best of the Rest“ ein Wörtchen mitreden würden – was ja auch aller Ehren wert ist –, sondern man wäre auch auf Tuchfühlung mit dem BVB. Die Champions-League-Plätze wären dann nicht mal ein unerreichbarer Traum, sondern machbar. Mag das Ziel in Köpenick ein anderes sein – gegen ein Mehr als Klassenerhalt würde sich ja wie in der vergangenen Saison keiner wehren.

Nun also das Spitzenspiel gegen die TSG. Es könnte ein Spieltag sein wie gemalt für das Team von Urs Fischer. Ganze drei Zähler liegen die Eisernen hinter den Kraichgauern, könnten mit einem Dreier mit der Mannschaft von Sebastian Hoeneß gleich ziehen. Wahrscheinlich würde man auch Freiburg und Köln überflügeln. Die stehen vor hohen Hürden bei ihren Duellen in Dortmund beziehungsweise gegen die Bayern. Leverkusen hat in Gladbach auch noch nicht gewonnen.

Sheraldo Becker ist zurück

Union muss also nur seine Hausaufgaben machen, einen Dreier gegen die Sinsheimer eintüten. Was natürlich kein Selbstläufer wird, aber eben nicht unmöglich ist. Auch weil Sheraldo Becker nach überstandener Corona-Infektion wieder eine Option ist. „Wir brauchen einen guten Tag“, so Trainer Urs Fischer.

Ja, stimmt. Aber nicht nur den. Sondern auch ein hohes Maß an Restkonzentration bis in die Schlussminuten der Partie. Denn da haben die Gäste durchaus ihre Stärken, sicherten sich in Freiburg (2:1) und Leverkusen (2:2) wertvolle Zähler und entrissen auch noch Gladbach den sicher geglaubten Sieg (1:1).

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