Die Eintrittskarte mit dem falschen Logo. Mathias Bunkus

Ja, doch, sie waren freundlich, diese Menschen in Imst, wo der 1. FC Union sein zweites Testspiel im Rahmen des Trainingslagers in Tirol bestritt. Vieles war gut gemeint. Doch wie heißt es so schön? Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. 

Man soll gar nicht groß davon anfangen, dass der Stadionsprecher aus dem 1. FC Union den FC Union machte. Auch sein „Bitte nicht vergessen“ kann man vernachlässigen, weil er im Laufe des Spiels es gelernt hatte, dass es „Und niemals vergessen - Eisern Union“ heißt.

Doch was die Köpenicker Anhängerschaft auf die Palme brachte, waren die Eintrittskarten. Denn dort prangte ein Vereinslogo, das in seiner Form an vieles erinnerte, aber nicht im geringstem dem Emblem der Köpenicker ähnelte. Offenbar muss Union erst Stammgast in Europa werden, damit es nicht als Terra incognita angesehen wird. 

Wie so etwas im Zeitalter des Internets überhaupt passieren kann, ist ein Rätsel. Zumal es auf den Spielankündigungsplakaten besser ging, wenn auch noch ohne die liebgewonnene Eins! Dafür aber war auf der elektronischen Anzeigetafel am Ende dann doch alles richtig.

Besser, aber noch nicht ganz richtig. Mathias Bunkus

Wenig Freunde machte sich der Stadionsprecher auch mit seiner Ankündigung des Testspiels von Hertha BSC gegen den FC Liverpool, das am Donnerstag (29. Juli) im Innsbrucker Tivoli über die Bühne geht. Unions Ultras konterten die Ansagen entsprechend mit energischen „Halt die Fresse“-Rufen. 

„Ja, da merkt man die Freundschaft“, lautete die launige Replik aus dem Sprecherturm.  Immerhin war die Stadionmusik durchaus auf die hauptstädtische Anhängerschaft ausgerichtet. Achim Mentzels „Auf einer grünen Wiese“ wurde ebenso gespielt wie Nina Hagens Unionhymne. Geht doch. Und nach so einem Karten-Gate kann doch alles nur noch besser werden ... 

>>>  Mehr zum 1.FC Union lesen Sie hier