Das kleine Suchbild: Nur einer dieser drei Herren steht bei Union für die kommende Spielzeit unter Vertrag. Kleiner Tipp: Es ist der ganz links.  Foto: Imago/Nordphoto

Klassenerhalt geschafft, das bedeutet Planungssicherheit für Union. Auf Manager Oliver Ruhnert wartet ein Berg von Arbeit. Gleich sechs Leihverträge enden, weitere fünf Kontrakte laufen aus. Es wird also wieder einen Umbruch geben bei den Eisernen.

Loris Karius, Nico Schlotterbeck, Petar Musa, Taiwo Awoniyi, Keita Endo und Joel Pohjanpalo besitzen kein über die Saison hinausgehendes Arbeitspapier in Köpenick. Die Verträge von Christopher Trimmel (soll gehalten werden), Akaki Gogia, Florian Hübner und Christian Gentner laufen aus. Auch der von Christopher Lenz, aber der geht ja ohnehin ablösefrei nach Frankfurt. 

Was im Sommer passiert, wird man sehen.

Marvin Friedrich

Man kann davon ausgehen, dass bei Gentner Überlegungen angestellt werden, ihn noch mal ein Jahr zu beschäftigen. Auch bei Pohjanpalo stehen die Zeichen auf Ziehen der Kaufoption. Wie hoch die Ablöse ist, die Leverkusen dann bekommt, ist nicht bekannt. Auch Awoniyi soll wohl gehalten werden. Fraglich aber ist, was Liverpool dafür aufruft. Und das letzte Wort bei Schlotterbeck ist auch nicht gesprochen. Denkbar ist eine Verlängerung der Leihe bei dem Freiburger Abwehrspieler. 

Dazu kommt, dass Erfolg Begehrlichkeiten weckt. Die Manager der Liga müssten mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn ihnen die Entwicklung von Marvin Friedrich nicht aufgefallen ist. Der scheint einer Luftveränderung bei einem passenden Angebot nicht abgeneigt, wie er jüngst in der Welt verriet. „Wenn du gute Leistungen bringst, wirst du automatisch interessant für andere Klubs. Da kann man meiner Meinung nach keinem Spieler böse sein, wenn er den nächsten Schritt gehen und sich weiterentwickeln möchte. Ich habe noch Vertrag hier und lasse alles auf mich zukommen. Aber ich möchte aus meiner Karriere das Maximale herausholen. Was im Sommer passiert, wird man sehen“, so Unions Innenverteidiger. 

Dajaku muss überlegen

Selbst der Verbleib von Dajaku ist trotz gültiger Leihe bis 2022 nicht sicher. Sollte er weiterhin so wenig Spielpraxis bekommen, könnte der FC Bayern darüber nachdenken, das Talent an einen anderen Klub zu verleihen, bei dem er den nächsten Schritt machen kann. Und sei es über den Umweg 2. Liga. 

Klingt alles so, als ob Ruhnert jede Menge zu tun bekommt ...