Die Eisernen zelebrierten gegen den FSV Mainz 05 richtig schönen Fußball. Matthias Koch

Zwei Erkenntnisse aus dem 4:0-Kantersieg der Eisernen gegen den FSV Mainz 05. 4400 Unioner im Stadion An der Alten Försterei stehen 15.000 im Olympiastadion in nichts nach. Und die Eisernen können plötzlich richtig schönen Fußball spielen.

Klar, die Mainzer waren desolat, lethargisch, völlig von der Rolle und geraten, sofern sie ihre Probleme nicht schleunigst in den Griff bekommen, ernsthaft in Abstiegsgefahr. Doch was Max Kruse, Sheraldo Becker, Käpt'n Trimmel und sogar Beißer Robert Andrich und Verteidiger Nico Schlotterbeck da auf dem Rasen zelebrierten, war phasenweise ganz große Klasse.

Zeichneten sich die Köpenicker in der Vorsaison noch dadurch aus, dass sie mit den allernotwendigsten Offensivbemühungen die optimalsten Ergebnisse einfuhren, so sorgte die Abteilung Attacke gegen Mainz plötzlich für Angst und Schrecken. Und das, das sei bemerkt, ohne die inoffiziell preisgekrönte Defensive zu vernachlässigen. Keine echte Chance brachten die Mainzer auf den heiligen Rasen der Alten Försterei, während die Unioner ein ums andere Mal den Strafraum der Gäste attackierten.

Bleibt nur die Frage: Eintagsfliege oder der erste richtige Schritt in eine attraktivere Zukunft? Ich vermute Letzteres. Denn allein die spielerische Qualität, die ein gesunder Max Kruse, Schnellstarter Joel Pohjanpalo oder eben der scheinbar rundumerneuerte Sheraldo Becker aufs Feld bringen, kann die Eisernen in dieser Saison noch auf ein ganz neues Niveau heben.