Hatte bei seinem Debüt für die Eisernen gegen Haifa wenig zu tun: Unions zweiter Keeper Frederik Rönnow.  City-Press/Matthias Renner

Was lange währt, wird endlich gut. Frederik Rönnow, im Sommer erst spät zu den Eisernen gestoßen und von daher im Hintertreff in Bezug auf seinen Konkurrenten Andreas Luthe, feierte ausgerechnet im Europacup sein Pflichtspieldebüt für die Eisernen. Überraschenderweise! Denn nicht wenige glaubten, dass der 29-Jährige sich mindestens bis zur Winterpause gedulden müsse, um erneut in einen Zweikampf mit Unions etatmäßiger Nummer eins gehen zu können.  

Job-Sharing schien bei Urs Fischer nicht drin. Selbst im DFB-Pokal bekam Andreas Luthe beim 1:0 bei Türkgücü München den Vorzug. Nun folgte Rönnows Debüt. Spät, aber nicht zu spät. Und eine Premiere im zweiten Anlauf, wie Trainer Urs Fischer nach dem 3:0-Erfolg gegen Maccabi Haifa verriet.

„Eigentlich wollten wir ihm diese Chance schon früher geben. Beim ersten Spiel in Prag. Aber da kam was dazwischen. Er war leicht verletzt, musste genäht werden und hat auch erst nach dem Aufwärmen zugesagt, dass es für die Bank geht. Es war mit beiden Keepern abgesprochen, dass Freddy auch seine Chance bekommt, sich zu präsentieren“, so Unions Chefcoach.

Fischer trocken: Fußball ist kein Wunschkonzert

Der einziger Wermutstropfen: Der dänische Nationalkeeper hätte im Olympiastadion eine gute Chance gehabt, einen Ad-hoc-Antrag auf Arbeitslosengeld bewilligt zu bekommen, so wenig hatte er zu tun. Präsentieren kann man sich so eher nicht.

„Logisch, es wäre schön gewesen, wenn der eine oder andere Schuss mehr gekommen wäre. Spricht ja aber auch dafür, dass wir sehr gut verteidigt haben. Fußball ist nun mal kein Wunschkonzert. Sich auch noch aussuchen, wie viele Schüsse du bekommst, würde dann wohl etwas zu weit gehen“, meinte Fischer und hatte die Lacher auf seiner Seite.

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