Bilder sagen mehr als Worte: Robert Andrich und Marvin Friedrich sind enttäuscht. Foto: Moritz Eden/City-Press

Sie sangen trotzdem nach dem Schlusspfiff trotzig weiter. Zwar nicht so viele wie sonst. Corona, Sie wissen schon. Aber die eisernen Grundtugenden, auch dann zu seiner Mannschaft zu halten, wenn es nicht läuft, haben halt alle Stadiongänger verinnerlicht. Ob Groß, ob Klein! Egal, ob es nur einer ist, 4500 oder eine volle Hütte.

Es gibt ja auch keinen Grund, wirklich sauer zu sein. Höchstens ein bisschen traurig. Eine Auftaktniederlage ist den Köpenickern ja auch im Vorjahr passiert. Die war sogar viel deutlicher. Alles kein wirklicher Beinbruch also. Es fließt noch viel Wasser die Spree runter bis zum Saisonende. Und dass der Weg auch in dieser Spielzeit beschwerlich und schwer sein würde, hatten Urs Fischer & Co. immer wieder gepredigt. Zu Recht, wie man jetzt sieht.

Mund abputzen, weitermachen. Besser machen. Was anderes kann es da nicht geben. Das, was am Sonnabend noch ein bisschen dünne war - Spielaufbau, Tempo, Spielwitz - blitzte ja phasenweise nach der Pause auf, als die Eisernen sich mit dem Ausgleich belohnten und ihre Anhänger sogar kurzzeitig vom Sieg träumen ließen.

Aber es muss halt weiter hart gearbeitet werden. Die Spielzeit ist zum Glück noch lang. Und auch das Transferfenster noch bis zum 5. Oktober geöffnet. Genau wie auf dem Spielfeld muss es nun heißen: Union, da geht noch was. Damit es dann wieder völlig zu Recht heißt in dem alten Fansong von AGFA: Eurer Sieg ist unser Lohn.