Unions Christopher Lenz – hier im Duell mit Bayerns deutschem Jungnationalspieler Jamal Musiala – möchte in München gerne wieder mitmischen. Foto: Imago/Matthias Koch

Die einen kriechen auf dem Zahnfleisch – ohne neun!–, der andere hat mehr Spieler aufzubieten. Taiwo Awoniyi, Sheraldo Becker, Leon Dajak und Anthony Ujah fehlen Union. Auch Nico Gießelmann wird wohl eher erst kommende Woche wieder eine echte Option. Dennoch hat Trainer Urs Fischer fast die Qual der Wahl.

Denn Christopher Lenz drängt mit aller Macht zurück in die Startelf, in der er zuletzt von Julian Ryerson vertreten wurde. Eine durchaus angenehme Situation für den Trainer. Ryerson hat es gut gemacht zuletzt, aber auch Lenz hat die Trainings sehr gut bestritten. „Er bringt sicherlich jetzt die gewisse Frische mit“, meinte Urs Fischer über seinen etatmäßigen Linksverteidiger. Es spricht also einiges dafür, dass der 26-Jährige in München wieder mit von der Partie ist. Zuletzt hatte er Ende Februar beim 1:1 gegen Hoffenheim mitgemischt. Im Stadtderby gegen Hertha BSC (1:1) hatte Ryerson noch mal den Vorzug bekommen, weil der im Sommer nach Frankfurt abwandernde Lenz da noch keine volle Trainingswoche in den Beinen gehabt hat. 

Pohjanpalo traf gegen die Schweiz

Und es ist nicht das einzige Planspiel, mit dem sich Fischer befassen muss. Im Sturmzentrum muss er zwischen Petar Musa und Joel Pohjanpalo abwägen. Der Kroate hatte ja ebenfalls im Derby aufdribbeln können, der Finne hingegen nur in Länderspielen für sich werben können. Da aber gelangen der Leverkusener Leihgabe, auf die Union eine Kaufoption besitzt, beim 3:2 gegen die Schweiz immerhin zwei Tore. Als Startelfspieler wohlgemerkt, nicht als Joker

Fischer entschied sich dennoch für Musa. „Von seiner Art und Spielweise her haben wir mit Musa mehr Tiefe als mit Joel. Auch noch mehr Geschwindigkeit. Joel ist einer, der mit dem Spiel kommt, der Bälle in den Fuß möchte“, so Fischers Begründung. Könnte darauf hindeuten, dass Musa auch in München wieder erste Wahl ist. 

Bliebe die dritte Frage, die das Mittelfeld betrifft, respektive das ganze Offensivzentrum. Christian Gentner bringt zwar die meisten Ideen in der Schaltzentrale ein. Doch wenn man die Bayernabwehr aushebeln möchte, könnte Geschwindigkeit über die Flügel von Nöten sein. Bei einem 4-3-3 wäre wieder Platz auf den Flügeln für Keita Endo oder Marius Bülter.