Union-Boss Dirk Zingler. imago/O. Behrendt

Es hätte ein schöner Abend werden sollen für die Union-Delegation am Vorabend ihres Conference-League-Auswärtsspiels in Rotterdam. Doch dann wurde die rund 25-köpfige Gruppe um Union-Präsident Dirk Zingler, Oskar Kosche und Pressesprecher Christian Arbeit von Hooligans, die der Fanszene von Feyenoord zugerechnet werden müssen, nach Informationen vom  Berliner KURIER in der Bar „De Huismeester“ unweit ihres Hotels attackiert. 

Gegenstände flogen. Gläser splitterten. Barhocker wurden als Waffe gebraucht. Stühle flogen. Die Polizei musste eingreifen. Der Berliner Kurier erfuhr: Es wurden sogar Frauen attackiert. Es war also mitnichten eine Gruppierung von Fans, die auf den Austausch von Gewalt aus war. Man saß nur ganz friedlich beim Feierabendtrunk zusammen. Die Angreifer flüchteten dann ziemlich schnell. Nur unter Polizeischutz ging es zurück ins Hotel. Eine Person soll festgenommen worden sein. 

Kaputte Gläser, umgestürzte Stühle! Unions Führungscombo hatte einen Schock-Abend. Zur Verfügung gestellt.

Eine von den sieben Frauen der Gruppe soll sogar ins Krankenhaus eingeliefert worden sein, weil sie unter Schockwirkung stand. Schlimmere Verletzungen wurden zunächst nicht bekannt. Ein paar Beulen, ein lädiertes Schienbein. Alles nicht so wild. Und vielleicht wurde auch nur Schlimmeres verhindert, weil einige Mitglieder der Delegation gegen die Wurfgeschosse geistesgegenwärtig die Stühle als Schutzschirme gebrauchten. 

Deutsche Fußball-Teams in den Niederlanden nicht sonderlich beliebt

Bekannt ist, dass es um die deutsch-holländischen Fußballbeziehungen nicht sonderlich gut bestellt ist. Vor allem in Rotterdam, eine der niederländischen Städte, die am meisten unter den Kriegsauswirkungen von Nazi-Deutschland gelitten haben, sind die Vorbehalte gegenüber Deutschen bisweilen groß. Doch das rechtfertig nicht solche Angriffe. 

Ein Bild der Verwüstung. Zum Glück gab es keine schwerwiegenden Verletzungen. Zur Verfügung gestellt. 

Es scheint hochgradig ratsam, dass alle Unionfans, die nach Rotterdam reisen, sich zum Treffpunkt in den „Oude Haven“, also den Alten Hafen in Rotterdam, begeben, um möglichen Konfrontationen zu entgehen. Der kann vom Hauptbahnhof fußläufig in 30 Minuten erreicht werden. Von dort erfolgt die Anreise zum Stadion ab 15.30 Uhr mit Shuttlebussen.

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