Freut sich auf den baldigen Baubeginn der Alten Försterei: Unions Präsident Dirk Zingler. Imago/Matthias Koch

Sie hatten es für den Sommer angekündigt. Wenn auch eher für den zweiten Teil der schönsten Jahreszeit. Doch so weit, wie sich Unions Präsident Dirk Zingler im klubeigenen Web-TV (Aftv-Online.de) – auch bei YouTube zu finden – aus dem Fenster lehnt, scheint das Ganze dann doch nicht mehr entfernt zu sein.

Der Ober-Eiserne sieht die wichtigsten Fragen beim geplanten Stadionausbau der Eisernen geklärt. „Wenn man es einfach ausdrücken will: Wir sind auf der Zielgeraden unserer Vorbereitungen“, so der  57-Jährige. „Es gibt keine wesentlichen offenen Fragen mehr.“ Die Anreise mit S-Bahn, Straßenbahn, Bus, zu Fuß und mit dem Fahrrad sei geklärt.

Ausbau auf 37.000 Plätze für die Alte Försterei

Eine wichtige Rolle wird dabei der S-Bahnhof Wuhlheide spielen. Denn die Station in Köpenick wird ja in den kommenden Jahren selbst zur Großbaustelle, wenn sie für einen Regionalbahnhof ertüchtigt werden soll. Künftig sollen wohl große Teile der Fans eben an Spieltagen über die Rudolf-Rühl-Allee zum Stadion geleitet werden.

Der Bundesligafünfte will sein Ballhaus des Ostens schon seit Jahren von 22.000 auf 37.000 Zuschauerplätze ausbauen. Bislang hakte es vor allem am Verkehrskonzept. „Auf Basis des jetzigen Standes sind wir gerade dabei, mit der Senatsverwaltung für Verkehr und der Senatsverwaltung für Bauen und der Sportverwaltung einen Zeitplan auszuarbeiten, bis wann wir fertig sein wollen“, sagte der 57-Jährige. Es bleibe dabei, dass Union 2023 mit dem Bau beginnen wolle.

Baubeginn im kommenden Jahr

Ende September wollen die Köpenicker weitere Details zum geplanten Ausbau des Stadions An der Alten Försterei vorstellen – unter anderem ein aktualisiertes Modell. „Klar ist: Es wird auch nach dem Umbau die Alte Försterei sein“, sagte Zingler. „Es wird ein Stadion sein, das wir lieben, wo wir uns zu Hause fühlen.“

Übersetzt heißt das, dass weiterhin die Stehplätze die Oberhand über die Sitzplätze haben werden. Die DFL verlangt ja für Bundesligaspielstätten eine Mindestkapazität von 8000 Sitzen. Die wird Union auch übertreffen. Aber eben auch ein zusätzliches Stehplatzangebot schaffen.

Die Alte Försterei werde größer sein und auch das Stadionumfeld werde sich etwas verändern. „Das ist der letzte Schritt zum wirklich Erwachsenwerden“, sagte der Präsident. „Wenn wir dann fertig sind, haben wir ein erwachsenes Stadion, wo wir international Fußball spielen können.“

In der vergangenen Saison und auch in der Europa League in der kommenden Spielzeit muss Union seine Europapokalspiele im Olympiastadion des Stadtrivalen Hertha BSC austragen. Heißt auch hier, dass Union an eine Möglichkeit von temporären Sitzen für diese Art von Spielen denkt, die im Ligaalltag aber nicht benötigt werden.

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