Marius Bülter soll auch über das Saisonende hinaus für die Eisernen wirbeln.   Foto: Matthias Koch

Berlin - Es ist kein Geheimnis, aber dass der 1.FC Union das Thema mit Nachdruck erneut ganz nach vorne rückt, spricht für die Wichtigkeit. Der bisher von Drittligist 1. FC Magdeburg nur ausgeliehene Marius Bülter (27) soll unbedingt fest verpflichtet werden.

Manager Oliver Ruhnert stellt ohne Umschweife noch einmal fest: „Für uns ist klar, dass wir Marius behalten wollen, er hat die Erwartungen übertroffen.“ Bülter (Vertrag in Magdeburg bis 2022) war im vergangenen Sommer erst mal für ein Jahr ausgeliehen worden, kam in 28 von 29 Pflichtspielen zum Einsatz und ist mit sieben Bundesliga-Toren zweitbester Schütze der Köpenicker.

Bülter will, Union will

Immerhin hatten sich die Eisernen eine Kaufoption gesichert. Die liegt dem Vernehmen nach bei rund einer Milionen Euro. Selbst wenn man die Leihgebühr von 300.000 bis 400.000 Euro dazurechnet kein Betrag, über den man bei dessen Leistungen ernsthaft diskutieren muss.

Das Leihgeschäft wurde zur berühmten Win-Win-Situation für alle beteiligten Parteien. Union msste nicht voll ins Risiko gehen, Magdeburg kassiert deutlich mehr als seinerzeit als Sofort-Ablöse gefordert und Bülter  erfeut sich an seinem Bundesligadasein.

Die Zeichen auf den Verbleib von Bülter stehen also gut. Und der Offensivmann will ja auch gerne bleiben: „Ich hoffe, dass Union die Kaufoption zieht.“

Ruhnert arbeitet nun also am Vollzug und schwärmt vom gebürtigen Westfalen, der bis 2018 noch mit Rödinghausen in der Regionalliga West kickte: „Die Schnelligkeit, die Unbekümmertheit und der Mut, eins gegen eines zu spielen, sind absolute Fakten bei ihm, die positiv sind.“ Doch Ruhnert weiß auch, woran Bülter noch arbeiten muss: „Im Defensivverhalten hat er noch Probleme, da muss er noch wacher werden und Situationen besser erkennen.“

Im aktuellen Kleingruppen-Training konnte Union gestern einen Zugang begrüßen: Yunus Malli (28) hat seine Quarantäne nach einem Corona-Fall im familiären Umfeld hinter sich. Tags zuvor wurde die Wolfsburger Leihgabe schon von Reha-Trainer Christopher Busse per "Fernsteuerung" gequält, was die Eisernen via Twitter genüsslich per Video dokumentierten.

Auch Sheraldo Becker war nach seinem zwischenzeitlichen Ausflug nach Holland zwecks Nachkontrolle seiner Arm-Op fleißig in Köpenicker Gefilden wieder am Wirbeln.