Wo sich Torwart Andrea Luthe eine Pause gönnt, sollen bald wieder Fans Platz nehmen. Foto: Imago Images

Während die Profis des 1. FC Union in Bad Wörishofen für den Liga-Neustart im September schuften, rauchen daheim in Köpenick die Köpfe. Es geht mal wieder um die Frage, wie es möglich ist, dass schon bald wieder Fans ins Stadion An der Alten Försterei kommen können. Den Anfang soll ein Testspiel vor 3000 Zuschauern am 5. September machen.  Das wurde beim Gesundheitsamt Treptow-Köpenick so beantragt.

Diese Partie soll natürlich nur der Auftakt sein. Mit einem Konzept, das den unförmigen Namen „Der veranstaltungsveranlasste Virustest als Infektionsschutzmaßnahme“ trägt, haben die Eisernen am Dienstag erklärt, wie es zukünftig mit richtig vielen Fans wieder klappen könnte. Die Idee: Alle Zuschauer werden vor den jeweiligen Spielen präventiv auf Covid-19 getestet werden. Im jeweiligen Block des Stadions dürften sich die Fans dann ohne Atemschutzmaske aufhalten. Und die allgemeinen Abstandsregeln wären im Stadion hinfällig. Wie genau dieses Vorhaben umgesetzt werden kann, hat Union auf 27 Seiten genau aufgeschrieben. Von der Registrierung für Tickets und Tests bis zum Besuch im Stadion soll nichts dem Zufall überlassen werden.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) lobt die Unioner für Ihre Idee. „Wirklich toll“, „spannend“ und „sehr klug durchdacht“ sei vor allem das Ticketsystem, der Ansatz interessant. Aber der Regierungschef dämpft auch die Erwartungen: „Wenn wir anfangen würden mit Union und würden sagen, mach es ab morgen, sind es ab morgen 36 Bundesligaclubs der 1. und 2. Liga mindestens, die das auch haben wollen“, sagte Müller.