Sucht die Mischung zwischen Lockerheit und Ernst: Unions Trainer Urs Fischer. Foto: Imago/Oliver Behrendt

Achtung, Achtung! Dies ist eine Durchsage zum 25. Bundesligaspieltag. Das Spiel am Sonnabend zwischen dem 1. FC Union und dem 1. FC Köln (15.30 Uhr, Stadion An der Alten Försterei) ist eine „Aufgabe“ (Setzen Sie davor ein Attribut Ihrer Wahl wie anspruchsvoll oder schwer oder einen Relativsatz wie „der wir uns stellen werden“ dahinter). Arbeit darf in diesem Zusammenhang auch nicht fehlen. Auch der Satz „Man müsse auf sich selber schauen“ hätte hier stehen können, obwohl der am diesem Donnerstag auf der Pressekonferenz nicht gefallen ist. Aber er hätte gepasst.

Schlussendlich (auch nicht gefallen) könne man Köln mit einer Vierkette angehen (oder auch nicht). Man könnte Keita Endo spielen lassen. Wäre ja eine Alternative (oder eben auch nicht). Und auch alle Fragen zum Ziel wurden ausführlich beantwortet. Man wolle – welch eine Überraschung – gewinnen. Doch, doch.

Hübner fällt aus

Und sonst so? Neben den altbekannten Ausfällen (Ujah, Becker, Gießelmann, Lenz, Awoniyi) kommt auch noch Florian Hübner dazu. Der kuriert eine Erkältung aus, verpasste die letzten zwei Trainingstage und sein Einsatz ist laut Trainer Urs Fischer „eher fraglich“, oder auch nicht. Aber lassen wir das. Wichtiger war dabei, dass Fischer auch ohne den 30-Jährigen der Überzeugung ist, genug Ersatzmöglichkeiten für eine Dreierkette zu haben, für den Fall der Fälle. Also falls ein Innenverteidiger während des Spiels angeschlagen ausfällt.

Fakt ist, dass Union in dieser Wochen an seiner Chancenverwertung gearbeitet hat. (Doch, doch.) Mit Einzelgesprächen. Um Selbstvertrauen zu tanken. Mit Abschlussübungen. Um Sicherheit zu gewinnen. Um die Effektivität zurückzugewinnen, die die Eisernen in der ersten Saisonhälfte so ausgezeichnet hatte.

Und bei einem Punkt hat Fischer übrigens recht. „Es gilt positiv zu bleiben, zu versuchen, es zu verbessern. Aber man muss vorsichtig sein, dass man es nicht übertreibt. Sonst glaubst du das wirklich“, sagte der Schweizer und meinte die zuletzt zutage getretene Abschlussschwäche der Eisernen. Es ist halt ein schmaler Grat zwischen Erkenntnisgewinn und damit Abhilfe schaffen oder gar einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Und wer zu viele negative Gedanken ans sich heranlässt, ist zu positiven Leistungen eher nicht fähig.