Max Kruse ist bei Union super eingeschlagen – trotzdem bekam er am Dienstag einen gemeinen Hass-Brief. Foto: imago-images/ULMER Pressebildagentur

Was soll das? Am Dienstag bekam Unions Angreifer Max Kruse nach dem Training von der Poststelle der Eisernen eine Postkarte überreicht – doch die vermeintliche Fanpost entpuppte sich als gemeiner Hass-Brief, den der 32-Jährige auf seiner Instagram-Seite teilte.

„Max Kruse, du gehirnloses menschliches Wesen“, stand dort, „verpiss dich aus unserem Verein. So einen schwachsinnigen Spieler gab es noch nie bei Union. Also gehe freiwillig bevor wir dich aus dem Stadion jagen.“ Unglaubliche Worte gegen den Angreifer, der zuletzt reihenweise für die Köpenicker gescored hatte, beim 5:0 gegen Bielefeld allein dreimal. Unterzeichnet war die Hass-Post vom Supporterklub „Die Roten“.

Interessant: Niemand bei den Eisernen kennt eine Fangruppe, die sich „Die Roten“ nennt. Weshalb so manch (echter) Anhänger der Köpenicker schon die eine oder andere Theorie aufstellte. „Die Roten“, so äußerten sich verschiedenste Eiserne in den sozialen Netzwerken, klinge ein wenig nach „den Blauen“, also nach Fans von Hertha BSC, die, wenige Wochen vor dem Derby, schonmal ein paar Ablenkungsmanöver starten wollten. Oder einfach nur neidisch seien, dass die Eisernen derzeit sportlich in jederlei Hinsicht die Nummer eins der Stadt sind.

Wieder andere vermuteten Fans des alten Konkurrenten, dem BFC Dynamo, hinter der Aktion, auch wenn beide Klubs zwischen Regionalliga und Bundesliga eigentlich nicht mehr viel verbindet.

Die meisten wollten sich allerdings gar nicht erst mit Spekulationen oder Anschuldigungen abgeben, sondern äußerten auf eigene, kreative Art und Weise, was sie von Max Kruse halten. „Hi Max. Kein Plan wer diese „Eisern Supporter - Die Roten“ sein sollen und wer diese „Fanpost“ tatsächlich fabriziert hat, wir haben jedenfalls noch nie von denen gehört, aber lass dir gesagt sein, wir feiern dich extrem hart und das nicht nur wegen deines guten Laufs auf dem Grün. Eisern Union,“ schrieb beispielsweise der Fanklub „Die Eisernen“ auf seiner Facebookseite. 

Max Kruse nahm das alles sportlich: „An den natürlich unbekannten Absender: Er kann natürlich gerne nochmal offiziell herkommen und mir das ins Gesicht sagen“, erklärte er auf seinem Instagram-Kanal und wünschte demonstrativ noch einen schönen Tag.