Timo Baumgartl (r.) machte sein letztes Spiel in dieser Saison für den 1. FC Union bei RB Leipzig im Pokal. Danach wurde dem Verteidiger ein Tumor im Hoden entfernt. Imago

Das klingt unangenehm und war es sicher auch! Der 1. FC Union muss auch am letzten Spieltag weiter auf Abwehrmann Timo Baumgartl verzichten. Der 26 Jahre alte Blondschopf fehlte bereits seit dem bitteren Pokal-Aus im Halbfinale bei RB Leipzig Ende April. Nun verrieten Baumgartl und die Eisernen auch warum: Baumgartl hatte einen Tumor im Hoden!

1. FC Union: Baumgartl meldet sich nach Hoden-OP zu Wort

„Glücklicherweise gehe ich seit einigen Jahren zur Vorsorge. Ich bin sehr dankbar für die schnelle, klare Diagnose und für die inzwischen erfolgte, gut verlaufene Operation“, erklärt der gebürtige Stuttgarter in einer Mitteilung des 1. FC Union am Montagabend.

Baumgartl hat die OP anscheinend gut überstanden: „Ich möchte mich von ganzem Herzen für die unglaubliche Unterstützung seitens der Charité, der Mannschaftsärzte und des Vereins bedanken. Das werde ich nie vergessen. Mein Fokus gilt jetzt der schnellstmöglichen Genesung“, so Baumgartl.

Damit ist klar: Union-Trainer Urs Fischer muss auch am Sonnabend (15.30 Uhr) beim Endspiel um die Europa-League gegen den VfL Bochum auf Baumgartl verzichten.

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Timo Baumgartl war für den 1. FC Union ein absoluter Leistungsträger in dieser Saison und verspricht, kommende Spielzeit wieder anzugreifen.

1. FC Union unterstützt Timo Baumgartl

Der Abwehrmann der Eisernen stand zuletzt vor fast drei Wochen beim Pokalspiel bei RB Leipzig (1:2) auf dem Platz und fehlte drei Tage später bei Unions Monster-Mentalitätssieg beim Brauseklub wegen einer Geldsperre in der Liga. Danach folgte wohl die Schock-Diagnose vom Tumor im Hoden, der nun zum Glück bereits erfolgreich rausoperiert wurde. In den kommenden Wochen sollen nun weitere präventive Nachbehandlungen durchgeführt werden.

Insgesamt lief Baumgartl satte 35 Mal in dieser Saison für den 1. FC Union auf und war dabei ein absoluter Leistungsträger. Nun arbeitet er an seiner Genesung, damit er kommende Spielzeit wieder von Anfang an dabei ist.

Dafür bekommt er von den Eisernen alle Hilfe. Union-Manager Oliver Ruhnert: „Wir werden Timo auf seinem Weg bestmöglich unterstützen. Unser ausgezeichnetes Netzwerk von absoluten Spitzenmedizinern steht ihm dafür auch weiterhin zur Verfügung. Dafür sind wir sehr dankbar und daher auch zuversichtlich, dass Timo wieder vollständig genesen wird.“

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