Hat derzeit kein so ganz einfaches Arbeiten: Unions Manager Oliver Ruhnert. Foto: imago images/osnapix

Barsinghausen - Der Ball muss rollen. Damit die Liga erhalten bleibt. Zumindest so, wie wir sie kennen. Unions Manager hatte Oliver Ruhnert für einiges Aufsehen gesorgt, als er einräumte, dass es den Klub bei einem Saisonabbruch zwar weiterhin geben würde, „in welcher Form, das weiß man aber nicht“.

„Es würde den Verein jedenfalls nicht mehr mit den ganzen hauptamtlichen und nebenberuflichen Arbeitsplätzen geben. Das kann man ganz klar sagen“, meinte der 47-Jährige und sieht sich dabei nicht im Widerspruch zu Klub-Präsident Dirk Zingler, der jüngst versichert hatte, dass die Eisernen bis zum Sommer stabil aufgestellt seien. Ruhnert selber wollte seine Äußerungen gar nicht so sehr im Klubkontext verstanden wissen.

Es ging ihm dabei mehr noch einmal um die Verdeutlichung der Erkenntnis, dass es Geisterspiele geben muss, damit eine Fortsetzung der Bundesliga für alle 36 Klubs mit ihren bis zu 55000 Arbeitsplätzen auch über einen kurzfristigen Neubeginn hinaus möglich sei. Darauf hinzuweisen, sei einfach nur „Sorgfaltspflicht“, so der 47-Jährige, den es ehr verärgert, dass derzeit in der Öffentlichkeit versucht wird die verschiedenen Interessensgruppen aufzustacheln und gegeneinander auszuspielen und den Fußball für einen irgendwie gearteten Sonderweg an de Pranger zu stellen. „Jede Berufsgruppe versucht wieder in die Gänge zu kommen“, so Ruhnert.

Nicht die einzige Baustelle derzeit für den Manager der Eisernen. Allein die Sichtung und Umsetzung der Anweisungen der DFL, die gefühlt im Minutentakt über die Klubs hereinbrechen. „Das sind alles keine Zweizeiler“, so Ruhnert, der aber mit der Vertragsverlängerung von Jakob Busk und Grischa Prömel sich diese Woche auch wieder seinem Kerngeschäft widmete und zudem froh ist, dass Yunus Malli  mit tadellosen Werten aufzuwarten wusste und im ersten gemeinsamen Test 11 gegen 11 und in Trikots mitmischen konnte.

Keine Entscheidung ist darüber gefallen, ob die Eisernen wegen des bevorstehenden Abschieds von Rafal Gikiewicz einen neuen Torhüter holen wollen. Auch, weil nicht feststeht, ob Gladbach von seinem vorzeitigen Rückholrecht bei Moritz Nicolas Gebrauch macht oder Cercle Brügge bis zum Ende des Monats die vereinbarte Kaufoption bei Lennart Moser zieht.

Im März hätte Bayern ohne Lewandowski spielen müssen

Froh ist Ruhnert, dass es eine Entscheidung auf dem Platz geben wird und keine am grünen Tisch gefällten Urteile. Auch wenn keiner so recht weiß, wo sein Team sportlich jetzt steht, freut er sich, dass es wieder losgeht. Auch wenn er zugibt, dass ein Spiel im März gegen die Bayern ohne den inzwischen genesen Robert Lewandowski vielleicht ein bisschen einfacher gewesen wäre für die Eisernen.

Aber auch die Bayern sind ja derzeit nicht im Flow. An einem ersten Spiel nach einer Pause ist es sicherlich einfacher, gegen einen Großen etwas zu reißen ...