Christopher Trimmel will am Sonnabend mit Union den zweiten Heimsieg der Saison einfahren.  Foto: imago images/Bernd König

Fünf Punkte auf dem Konto. Acht sollen es am Sonnabend sein, wenn die Partie gegen Freiburg gegen 17.20 Uhr in der Alten Försterei abgepfiffen wird. So zumindest der Plan von Christopher Trimmel. 

Argumente, warum das möglich ist, hat Unions Capitano schnell zur Hand. Der Qualitätszuwachs im Kader zum Beispiel. „Natürlich müssen wir weiterhin in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen. Aber wir haben uns weiterentwickelt im Vergleich zum Vorjahr.“

Die bisherigen fünf Zähler sind für ihn kein Zufall. „Im letzten Jahr wurden wir am Anfang gleich mal überrumpelt. Das gab’s jetzt nicht. Auch wenn wir verloren haben. Aber ich glaube nicht, dass wir die schlechtere Mannschaft waren gegen Augsburg. Wir hatten bis jetzt kein Spiel, wo wir sagen mussten: Scheiße, das können wir viel, viel besser machen“, so der 33-Jährige. 

Trimmel sieht Union flexibler aufgestellt

Als Beweis führt er den Umgang mit der Abwehrformation an. Im Vorjahr dauerte es, ehe sich Union stabilisierte und im Prinzip im Saisonverlauf stur mit Dreierkette spielte. Jetzt scheint Union variabler. „Die Dreierkette beherrschen wir ziemlich gut. An der Viererkette haben wir gearbeitet“, so Trimmel. Gegen Augsburg und Schalke war es die Viererkette, zwischendrin die Dreier-Combo. Ein Abfall war nicht zu beobachten, merkte der Österreicher an. 

Nur zu gerne wäre Trimbo kommenden Sommer bei der EM dabei. Auch wenn er das ein bisschen runterspielt. „Die Euro ist noch weit weg. Aber klar, ein Ziel ist es natürlich. Da heißt es einfach weiter Gas geben. Wichtig ist in erster Linie, dass du beim Verein Leistung bringst“, so der gebürtige Burgenländer. Man kann es also auf die Formel runterbrechen, je besser Trimmel bei Union, umso eher ist Trimmel bei der EM.

Da verwundert fast seine Statistik ein wenig. Schon zweimal erlebte er den Abpfiff nur auf der Bank. Frühzeitig ausgewechselt, nicht, um in den Schlusssekunden Zeit zu gewinnen. Auch bei Frei- und Eckstößen ist Trimmel nicht mehr der alleinige Herr des ruhenden Balls. Ist das schon Götterdämmerung?

Es ist nach wie vor meine Entscheidung, ob ich antrete oder nicht.

Christopher Trimmel zu ruhenden Bällen

Eine Frage, die Trimmel lachen lässt. „Das war beides Mal meinen Gelben geschuldet. Wenn du in Gladbach dann so einen wie Thuram gegen dich hast, da ist es logisch, dass der Trainer irgendwann sagt, das Risiko gehen wir nicht ein. Gegen Mainz war es ähnlich. Und das Spiel war ja schon durch“, so Trimmel. 

Auch die Teilausbootung bei Standards breche ihm keinen Zacken aus der Krone. „Wenn ich Ecken von links schieße, dann ist es ein langer Weg zurück. Wir haben schon das eine oder andere Gegentor so gefangen. Außerdem haben wir Spieler in unseren Reihen, die das auch können. Ich bin da entspannt. Es ist nach wie vor meine Entscheidung, ob ich antrete oder nicht.“